In der Nacht auf Sonntag, den 27. Oktober, wird die Uhr wieder auf die Winterzeit umgestellt. Um 3 Uhr morgens drehen sich die Zeiger zurück auf 2 Uhr. Während Smartphones und andere smarte Geräte diese Anpassung automatisch vollziehen, stellt der Wechsel für viele Menschen eine Belastung dar.

Aufruf zur Abschaffung der Zeitumstellung
66 Europaabgeordnete setzen sich aktuell für ein Ende der halbjährlichen Zeitumstellung ein. In einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordern sie, dieses veraltete System abzuschaffen, um unnötige Belastungen für die Bürger zu reduzieren und das tägliche Leben in der Europäischen Union zu erleichtern. Laut dem Dokument, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, steht die Abschaffung im Einklang mit der Verpflichtung der EU zur Vereinfachung und Erleichterung für die Bürger.
Untersuchungen, von denen zuvor die „Bild“ berichtete, zeigen, dass der Zeitumstellungsprozess negative Auswirkungen auf den Schlafrhythmus hat und das Risiko von Herzinfarkten, Schlaganfällen sowie Verkehrsunfällen erhöht.
Bisherige Fortschritte und der Stillstand
Bereits vor sechs Jahren schien ein Ende der Zeitumstellung in greifbarer Nähe. Eine Umfrage der EU-Kommission signalisierte, dass 84 Prozent der Teilnehmer gegen die Umstellung sind. Dies veranlasste den damaligen Kommissionschef Jean-Claude Juncker zur Ankündigung, die Zeitumstellung zu beenden. Zur Umsetzung ist jedoch eine Einigung der EU-Länder erforderlich, die sich zwischen dauerhafter Sommer- oder Winterzeit entscheiden müssen. Diese Einigung fehlt bis heute.
Das Thema kam bereits während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im Jahr 2018 ins Stocken, und auch unter der aktuellen ungarischen EU-Ratspräsidentschaft wird keine Bewegung erwartet, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.
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Während die Diskussion in der EU ohne wesentliche Fortschritte bleibt, stellt die Ukraine an diesem Sonntag ihre Uhren zum letzten Mal um, um dauerhaft zur Winterzeit überzugehen.