Start NEWS Chronik „Zu laut“ verärgerte Bewohner werfen Vasen und Flaschen auf spielende Kinder
DONAUSTADT

„Zu laut“ verärgerte Bewohner werfen Vasen und Flaschen auf spielende Kinder

(FOTOS: zVg.)

In den vergangenen Wochen kam es mehrfach zu Zwischenfällen, bei welchen Gegenstände absichtlich vom Dach auf spielende Kinder geworfen wurden. Die Polizei habe zu wenig Beweise, während die Eltern um das Wohl ihrer Jüngsten bangen.

Vor rund einer Woche flog, während Kinder am Spielplatz einer Genossenschaftsanlage spielten, urplötzlich eine Nagellackflasche aus dem Gebäude auf den Spielpatz. Der Gegenstand verfehlte den Kopf eines der Kinder nur um wenige Zentimeter. Wenige Minuten später schlug ein dickes Trinkglas am Boden auf.

Es sollte nicht der einzige Vorfall in der Anlage im 22. Wiener Gemeindebezirk bleiben. Nur einen Tag später wurde eine volle Plastikflasche in Richtung der Kinder geworfen. „Einer der Nachbarn hat gesehen, dass die Gegenstände aus dem letzten Stock geflogen kommen. Glücklicherweise wurde bisher niemand verletzt“, erklärte ein besorgter Vater gegenüber „KOSMO“.

„Polizei sind die Hände gebunden“
Nachdem bereits zwei Tage in Folge Gegenstände auf spielende Kinder geworfen wurden, entschieden sich die Bewohner die Polizei einzuschalten. Sie schilderten den Beamten den Vorfall. „Aufgrund der Beweislage und des derzeitigen Sachverhaltes, so wurde uns das erklärt, können derzeit keine weiteren Schritte vonseiten der Polizei eingeleitet werden“, so der Elternteil weiter.

Ein zweites Mal wurde die Polizei einige Tage darauf verständigt, als eine Vase kurz nach 20 Uhr – nur wenige Minuten nach offiziellem Ende der Öffnungszeit des Spielplatzes – am Spielplatz einschlug. Auch damals habe die Polizei nichts unternommen, um die Übeltäter zu schnappen, bzw. die Situation näher zu untersuchen.

Kinder spielen am anderen Ende
Auch die Genossenschaft wurde bereits über die Vorkommnisse informiert. Sie schlug vor, einen neutralen offenen Brief an die Bewohner zu schicken, in welchem man auf die Geschehnisse aufmerksam machen und die Verantwortlichen zum Aufhören bewegen wolle.

„Aus Sicherheitsgründen spielen die Kinder auf der zweiten Hälfte des Spielplatzes, wo es zwar keine Geräte gibt, aber der Abstand größer ist, sodass sie nicht so einfach von irgendwelchen fliegenden Gegenständen getroffen werden können“, sagte der Vater und fügte hinzu, dass jedoch immer ein Elternteil aufpasse.

Alkoholiker Ehepaar?
Die Bewohner der Genossenschaftsanlage sind sich ziemlich sicher, die Verantwortlichen bereits identifiziert zu haben. Es handle sich um ein älteres „Ehepaar mit Alkoholproblem“, dass bereits mehrfach negativ unter den Nachbarn aufgefallen sei. Auch die Flugkurve der Gegenstände spreche dafür, dass die Gegenstände aus dem Dachgeschoss kommen, wo genau jenes ältere Paar lebe.

„Es ist eine Katastrophe für uns Eltern. Wir können unsere Kinder nicht mehr auf den Spielplatz lassen. Muss etwa ein Kind verletzt werden, ehe etwas unternommen wird?“, zeigte sich der Vater besorgt.

Die Fotos aus der Wohnanlage findet ihr auf der zweiten Seite!

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