Start News Panorama Zu „männlich“: Straßen sollen geschlechtsneutraler werden!
SANKT PÖLTEN

Zu „männlich“: Straßen sollen geschlechtsneutraler werden!

Sankt Pölten
Das kuriose Thema sorgt innenpolitisch für heftige Debatten! (FOTO:Pythagoras1~commonswiki / ÖVP St. Pölten)

Die Streiterei um die Benennung von Straßen in Sankt Pölten sorgt seit längerem für heftige Debatten. Nun sollen mehr genderneutrale Bezeichnungen eingeführt werden.

Mehrere neue Straßen sollen künftig einen Namen in Sankt Pölten bekommen. Da die bisherige Wahl zu männlich ausfiel, sollten mehr weibliche Personen geehrt werden.

Die bisherige Namensauswahl wurde nun aber von der ÖVP kritisiert, denn bis auf Mimi Wunderer sollen keine Frauen vertreten sein. Laut einem Beitrag von „Heute.at“ soll der VP-Gemeinderat Florian Krumböck die Debatte weiter angeheizt haben, woraufhin SPÖ-Bürgermeister Matthias Stadler das Thema aus der Gemeinderatssitzung strich.

„Da die bislang vom Fachbereich Kultur im Magistrat angelegten Kriterien für Straßenbenennungen, wie etwa ein St. Pölten-Bezug, Benennung nach Lebensmittelpunkten, Wünsche der Bevölkerung, offenbar nicht mehr gefragt sind und die ÖVP, die bislang lediglich Vorschläge für Straßenbenennungen nach Männern eingebracht hat, den zu geringen Benennungsanteil nach Frauen nunmehr als politisches Forum nutzt und der Gemeinderat unseres Erachtens nach nicht der Ort sein sollte um hier Verdienste von Männern und Frauen abzuwiegen, haben wir diesen Punkt von der Tagesordnung abgesetzt“, der Bürgermeister laut dem Artikel von „Heute.at“.

In einer Aussendung soll er erklärt haben, dass mehrere Straßen weiblichen Persönlichkeiten gewidmet werden sollen, die Bauarbeiten aber noch nicht abgeschlossen seien.

„Die vom Bürgermeister vorgeschlagene Vorgangsweise ist zum Kopfschütteln. Anstatt in Zukunft einfach darauf zu achten, dass mehr verdiente Frauen Patin für diese Ehrenbekundung stehen, verhindert er in einer Husch-Pfusch-Aktion, dass Persönlichkeiten geehrt werden. Der Bürgermeister hat hier eine Chance aus parteipolitischen Überlegungen vertan. Mimi Wunderer, Hans Ströbitzer und weitere Vorgeschlagene verdienen in der Stadt verewigt zu werden. Ihnen diese Auszeichnung aufgrund von Parteipolitik zu verweigern, lehnen wir ab. Diese Vorgangsweise wird von uns auch im Kulturausschuss nicht unterstützt werden“, kontert Krumböck.