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Zuckerfest

Zuckerfest 2026: Warum Millionen Muslime drei Tage feiern

Zuckerfest 2026: Warum Millionen Muslime drei Tage feiern
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Nach einem Monat der Enthaltsamkeit beginnt für Muslime weltweit eine Zeit, die weit mehr bedeutet als gemeinsames Essen.

Eid Mubarak – mit diesem Gruß feiern Muslime auf der ganzen Welt das Ende des Fastenmonats Ramadan. Nach Wochen der Enthaltsamkeit beginnt mit dem Zuckerfest eine Phase der Freude, des Zusammenhalts und der Dankbarkeit. Das Fest gehört zu den bedeutendsten religiösen Ereignissen im Islam und wird jährlich auf allen Kontinenten begangen.

Der Ramadan durchdringt Monat für Monat das Leben von Muslimen weltweit. Vom ersten Tageslicht bis zum Einbruch der Dunkelheit enthalten sie sich jeglicher Nahrung und jedes Getränks. Gleichzeitig streben sie danach, ihren eigenen Willen dem Willen Gottes unterzuordnen, das Gebet zu intensivieren und Gutes zu tun.

Den Abschluss dieses Monats bildet ein großes Fest: Eid – auch Eid al-Fitr oder Zuckerfest genannt. Der arabische Begriff Eid al-Fitr lässt sich wörtlich mit „Fest des Fastenbrechens“ übersetzen. Es markiert das Ende des heiligen Fastenmonats, in dem Muslime tagsüber auf Essen und Trinken verzichten.

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Bedeutung & Bräuche

Das Zuckerfest zählt zu den wichtigsten Festen im Islam und erstreckt sich üblicherweise über drei Tage. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet die Sichtung der schmalen Neumondsichel, die zugleich das Ende des Ramadans anzeigt. Da sich religiöse Feste im Islam am Mondkalender orientieren, verschiebt sich der Termin von Jahr zu Jahr und kann je nach geografischer Lage leicht abweichen.

Für 2026 werden die Feierlichkeiten zu Eid al-Fitr vom 20. bis 22. März erwartet, abhängig von der Mondsichtung. Nach bisheriger Berechnung beginnt das Zuckerfest am Freitag, dem 20. März, und endet am Sonntag, dem 22. März. In vielen Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit ruht an diesen Tagen das Wirtschaftsleben weitgehend, damit Familien gemeinsam feiern können.

Eid al-Fitr geht weit über das bloße Ende von Hunger und Durst hinaus. Im Verlauf des Ramadans üben Muslime Selbstbeherrschung und vergegenwärtigen sich das Schicksal jener Menschen, die dauerhaft in Mangel leben. Fester Bestandteil ist das Gemeinschaftsgebet am Morgen, das sogenannte Salat al-Eid, nach dem sich Gläubige gegenseitig zum Ende des Ramadans gratulieren.

Bereits im Vorfeld spielt die Unterstützung Bedürftiger eine zentrale Rolle. Durch die Entrichtung der Zakat al-Fitr soll sichergestellt werden, dass auch ärmere Menschen in der Lage sind, das Fest würdevoll mitzufeiern. Religiöse Gelehrte heben hervor, dass Eid nicht allein im äußerlichen Feiern besteht, sondern auch eine innere, geistige Dimension besitzt.

Neben der religiösen Dimension prägen familiäre und gesellschaftliche Bräuche das Zuckerfest. Gemeinsames Essen, Trinken und Feiern stehen im Mittelpunkt der Festtage. Viele Menschen tragen neue oder besonders festliche Kleidung, Häuser und manchmal ganze Straßenzüge sind mit Lichtern und bunten Dekorationen geschmückt.

Süßspeisen spielen eine zentrale Rolle und geben dem Fest seinen deutschsprachigen Namen. Auf den Tischen stehen besondere Gerichte und Desserts, etwa Baklava und andere Süßigkeiten, die mit Gästen geteilt werden. Es ist üblich, Geschenke auszutauschen – vor allem Kinder bekommen Süßigkeiten, Spielzeug oder Geld, das in manchen Regionen „Eidi“ heißt.

Auch in europäischen Ländern ohne muslimische Bevölkerungsmehrheit hat das Zuckerfest seinen festen Platz im Kalender vieler Familien. In Staaten mit hohem muslimischem Bevölkerungsanteil gibt es oft schulfreie Tage während des Zuckerfestes.

Eid gilt dabei als Anstoß, gute Werke und Solidarität über die Festtage hinaus fortzusetzen.

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KO KOSMO-Redaktion
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