In einer Analyse der Einkommensverhältnisse in Österreichs Gemeinden offenbaren sich signifikante Unterschiede. Mit Hilfe detaillierter Diagramme konnten die Medianeinkommen aller österreichischen Gemeinden und Gemeindebezirke seit 2004 erstmalig eingehend verglichen werden.

Das durchschnittliche Brutto-Monatseinkommen der Beschäftigten in Österreich lag im Jahr 2022 bei rund 2790 Euro, mit einem Medianwert von 2568 Euro, so der Hauptverband der Sozialversicherungsträger. In einer Zeit, in der die Lebenskosten stetig steigen, wirft dies Fragen nach der allgemeinen Zufriedenheit mit dem Einkommen sowie der Offenheit in Gehaltsfragen auf. Eine aktuelle Studie der Plattform willhaben, die im April 2024 rund 2.000 Personen befragte, liefert dazu interessante Einblicke.
Einkommensspitze Österreichs
Eine aktuelle Erhebung der Statistik Austria weist ein Jahresmedianeinkommen für Vollzeitangestellte von 33.454 Euro netto (Stand 2022) aus, was einem monatlichen Nettoeinkommen von etwa 2.790 Euro gleichkommt. Interessanterweise reicht in Österreich ein monatliches Nettoeinkommen von 2.500 Euro bereits aus, um zu den besser Verdienenden zu zählen, während ein Jahresbruttoeinkommen ab 66.333 Euro jemanden zu den Spitzenverdienern macht.
Bezirke im Vergleich
Im konkreten Vergleich der Wiener Bezirke stehen die Innere Stadt, Hietzing und die Josefstadt mit den höchsten Einkommen da, während Favoriten, Rudolfsheim-Fünfhaus und Simmering am unteren Ende der Skala zu finden sind. Diese geografischen Einkommensunterschiede spiegeln sich ebenso auf Bundesebene wider, mit Wien, Vorarlberg und Salzburg an der Spitze, während Tirol und Kärnten die niedrigsten Medianeinkommen verzeichnen.
Regionale Disparitäten
Ein Blick auf die einkommensstärkste Gemeinde offenbart das niederösterreichische Gießhübl mit einem beachtlichen mittleren Nettojahreseinkommen von 51.909 Euro als Spitzenreiter. Ganz am anderen Ende des Spektrums befindet sich Innervillgraten in Tirol, das die geringsten Einkommen aufweist.
Gehaltszufriedenheit in der Alpenrepublik
Es stellt sich heraus, dass zwei Drittel der Befragten mit ihrem Netto-Monatseinkommen zufrieden bis sehr zufrieden sind. Die Zufriedenheitsrate zeigt dabei kaum Differenzen zwischen den Geschlechtern, wohl aber zwischen verschiedenen Regionen. Vor allem in Vorarlberg, Salzburg und Tirol finden die Menschen ihr Einkommen ansprechend, während in Wien, trotz höherer Verdienste, die Zufriedenheit nicht im gleichen Maße steigt.