Tage voller Ungewissheit, dann eine unerwartete Begegnung auf offener Straße – der Fall Andela Mihajlovic nimmt eine entscheidende Wendung.
Gute Nachrichten im Fall der vermissten Andela Mihajlovic: Die junge Frau, die am Freitag in Belgrad als abgängig gemeldet worden war, ist wohlbehalten aufgefunden worden. Ihre Mutter und ihr Bruder holten sie in der Kneza-Miloša-Straße im Stadtzentrum ab und fuhren gemeinsam zur Polizeistation.
Ort des Geschehens
Andela war am Donnerstag aus Wien nach Belgrad gereist, hatte sich danach jedoch bei keinem Familienmitglied mehr gemeldet. Da auch Telefon, Geldbörse und sämtliche persönlichen Gegenstände fehlten, erstattete die Familie schließlich Vermisstenanzeige. Als letzter hatte sie ein Busfahrer an der Haltestelle Zeleni Venac gesehen – sie sei in Richtung Kneza-Miloša-Straße unterwegs gewesen.
Glücklicher Zufallsfund
Aufgespürt wurde sie letztlich durch einen glücklichen Zufall: Zwei junge Frauen erkannten Andela auf der Straße, sprachen sie an und verschafften sich die Kontaktdaten ihrer Schwägerin. Diese schilderte die Situation anschließend so: „Zwei Mädchen haben sie erkannt und angehalten. Dann haben sie es geschafft, meine Nummer zu bekommen und mich anzurufen.“
„Ich habe per Videoanruf mit Andela gesprochen – sie war barfuß, aber wir haben uns gut unterhalten. Ich habe ihr gesagt, sie soll bei den beiden bleiben. Sie meinte, sie werde auf mich hören und mir später erzählen, was in den vergangenen Tagen passiert ist.“ Kurz darauf trafen Mutter und Bruder ein und brachten Andela zur Polizei.