„Serbien und die Republika Srpska sind wie Ost- und Westdeutschland“

DODIK

„Serbien und die Republika Srpska sind wie Ost- und Westdeutschland“

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Milorad Dodik Ost- Westdeutschland
(FOTO: zVg.)

So der Präsident der Republika Srpska, Milorad Dodik, welcher hinzufügte, dass seine Entität und Serbien das Recht hätten, allein über ihren Status zu entscheiden.

Dodik ist zudem der Meinung, dass alle Serben in diesem Jahrhundert eine nationale Vereinigung, dort wo sie möglich ist, anstreben sollten.„So etwas ist weder irregulär noch illegal“, so der RS-Präsident im Interview für lokale Medien.

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Der bosniakische Leader Bakir Izetbegović kündigte kürzlich an, die Möglichkeiten einer Revision des Falles B&H gegen Serbien aus dem Jahr 2007 zu überprüfen.

Als Beispiel führte er Ost- und Westdeutschland an, welche sich vereinigt hätten als es die politischen Umstände erlaubten.

Ferner sei eine Deklaration der Republik Serbien und der Republika Srpska angekündigt, in welcher sich auf „gemeinsames Handeln für den Fortbestand der Serben“ geeinigt werden soll. Aus diesem Anlass trafen sich auch vor Kurzem die Politführer der Serben in der vojvodinischen Stadt Novi Sad.

Laut Dodik würde diese Deklaration jedoch keinen der aktuellen Staaten und deren territoriale Integrität in Frage stellen. Vielmehr würde die gemeinsame Erklärung ein Zeichen gegen jene Politik sein, welche die „Zerstörung der serbischen nationalen Gemeinde und deren Rechte“ zum Ziel hat.

„In Kroatien hat sich die Anzahl der dort lebenden Serben auf 186.000 verringert. Von diesen wagen sich nur 56.000 Personen öffentlich zu sagen, dass sie Serbisch sprechen“, erklärte Dodik.

In Montenegro sei es laut dem RS-Präsidenten zu einem „Identitätsgenozid“ an der serbischen Bevölkerung bekommen, während man in Makedonien den Vladika der serbisch-orthodoxen Kirche wegsperren würde.

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„In Bosnien-Herzegowina haben die Serben ihren eigenen Staat aber auch ein Problem mit dessen Status und den Aspirationen, dass dieser abgeschafft werden soll. Wie anhand der Volkszählungen aus 1991 zu sehen ist, lebten in Sarajevo mehr als 157.000 Serben. Heute sind es laut letzten Zählungen nur noch 1.333.“

Auch wenn die Deklaration keine „Umgestaltung der Territorien“ zum Inhalt hätte, so würde man sich in ihr dafür einsetzen, dass den Serben in Slowenien der Status einer nationalen Minderheit verliehen wird und in Kroatien der Gebrauch der kyrillischen Schrift „legalisiert“ wird.

Dodik kündigte auch an, dass auch die Situation der in Albanien, Bulgarien, Rumänien und Ungarn lebenden Serben in der nächsten Zeit näher betrachtet wird und „adäquate Maßnahmen“ folgen werden.