Start NEWS PANORAMA 1.500 Euro Mindestlohn fix: Welche Berufsgruppen haben Anspruch?
MEILENSTEIN ERREICHT

1.500 Euro Mindestlohn fix: Welche Berufsgruppen haben Anspruch?

(FOTO: iStockphoto)

Die Produktionsgewerkschaft hat einen wahren Meilenstein erreicht: Für bestimmte Berufsgruppen gibt es ab sofort 1.500 Euro Mindestlohn.

Letzte Woche kamen die Lohnverhandlungen im Burgenland für alle Beschäftigten im Agrarbereit zu einem erfolgreichen Abschluss. Die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) erreichte dabei einen wichtigen Meilenstein für bäuerliche Betriebe: „Damit ist in allen Kollektivverträgen im Agrarbereich der Mindestlohn von 1.500 Euro umgesetzt“, freut sich Karl Orthaber, für den Agrarbereich zuständiger Branchensekretär der PRO-GE.

Fünf Verhandlungsrunden
In fünf Verhandlungsrunden erarbeiteten die Sozialpartner PRO-GE und die Landwirtschaftskammer Burgenland eine Einigung, mit der die wirtschaftliche Absicherung von Landarbeitern auf ein neues Niveau gestellt wird: „Schon im Vorjahr haben wir die Lohnkategorie 4 um 8,25 Prozent angehoben, mit 1. April erfolgt eine weitere Steigerung um 11,54 Prozent“, berichtet Orthaber.

Zusätzlich wurde die Kategorie für nicht ständige Dienstnehmer gestrichen, diese ArbeitnehmerInnen sind ab sofort mit den dauernd Beschäftigten gleichgestellt. Der Begriff „ErntehelferInnen“ wurde im Kollektivvertrag auf „ErntearbeiterInnen“ geändert: „Wir wollen damit Respekt und Wertschätzung für diese für die Versorgung Österreichs so wichtigen Arbeiterinnen und Arbeitern ausdrücken“, erläuterte Orthaber.

„Kampf für bessere Arbeitsbedingungen wird fortgeführt“
Die Bestrebungen, die die Produktionsgewerkschaft bisher erreicht hat, sollen aber nicht bei symbolischen Akten bleiben, so der Branchensekretär: „Die PRO-GE engagiert sich seit einigen Jahren […] für die Rechte von ErntearbeiterInnen und wird diesen Kampf für bessere Arbeitsbedingungen auf den Feldern auch fortführen.“

Und weiter: „Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen darauf vertrauen können, dass sie nachhaltig und regional angebaute und unter sozialen und fairen Bedingungen geerntete Produkte genießen.“

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Quellen und Links: