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100 Schotten aus „Dull“ testen Wien – Ist unsere Metropole wirklich langweilig?

100 Schotten aus „Dull“ testen Wien – Ist unsere Metropole wirklich langweilig?
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Schottisches Dorf mit dem Namen „Langweilig“ soll Wien auf den Prüfstand stellen. Die Tourismusagentur lädt alle 100 Einwohner ein – mit raffiniertem Timing.

Wien gegen Langeweile

Die österreichische Bundeshauptstadt Wien hat sich eine ungewöhnliche Marketingaktion einfallen lassen, um mit einem hartnäckigen Vorurteil aufzuräumen: dem Image als angeblich langweilige Stadt. Die Wiener Tourismusagentur lud kurzerhand die gesamte Bevölkerung des schottischen Dorfes Dull nach Wien ein – ein Ort, dessen Name übersetzt tatsächlich „langweilig“ bedeutet. Die rund 100 Einwohner des in Perthshire gelegenen Dörfchens sollen nun als Experten in Sachen Langeweile beurteilen, ob Wien seinem Ruf gerecht wird.

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Der Zeitpunkt für den Besuch ist bewusst gewählt: Der Jänner gilt gemeinhin als tristester Monat des Jahres. „Während der Rest der Welt im Dry January auf Alkohol verzichtet und Fitnessprogramme absolviert, startet Wien mit Feierlichkeiten ins neue Jahr“, erklärt die Tourismusagentur. „Mit über 400 Bällen jährlich, einer der größten Eislaufbahnen der Welt und einem UNESCO-prämierten kulinarischen Angebot. Und wer könnte besser beurteilen, ob Wien langweilig ist, als die Bewohner des ‚Langweiligen‘ selbst?“

Luxuriöses Programm

Für die schottischen Gäste wurde ein Programm der Extraklasse zusammengestellt. Sie werden im luxuriösen Hotel Imperial nächtigen, wo einst Königin Elisabeth und die Rolling Stones abstiegen. Jeder Besucher erhält eine auf seine persönlichen Interessen zugeschnittene Reiseroute. Sogar ein Treffen mit der britischen Botschafterin steht auf dem Programm.

Die Donaumetropole punktet mit einem reichhaltigen kulturellen Angebot: Vom Stephansdom über das Rathaus bis zur Spanischen Hofreitschule und der Hofburg. Das MuseumsQuartier als eines der weltweit größten Kunst- und Kulturareale beherbergt allein 60 Institutionen. Hinzu kommen Highlights wie die Albertina, die Staatsoper sowie die Schlösser Schönbrunn und Belvedere.

Clevere PR-Strategie

Die PR-Aktion ist besonders geschickt, da Dull bereits internationale Bekanntheit erlangte, als es sich mit der amerikanischen Kleinstadt Boring in Oregon zusammenschloss. Die humorvolle Verbindung zwischen dem „langweiligen“ Dorf und der Kulturmetropole Wien verspricht internationale Aufmerksamkeit.

In Wien blickt man dem Urteil der schottischen Gäste jedenfalls gelassen entgegen – das Selbstbewusstsein der Hauptstadt scheint unerschütterlich.

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KO KOSMO-Redaktion
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