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Todesstrafe

30 Jahre Todeszelle –Erste Frau seit 200 Jahren wünscht sich Strang statt Gift

30 Jahre Todeszelle –Erste Frau seit 200 Jahren wünscht sich Strang statt Gift
Symbolfoto. FOTO: iStock/JJ Gouin
2 Min. Lesezeit |

Tennessee steht vor einer Hinrichtung, die es seit zwei Jahrhunderten nicht mehr gab – und die letzte Chance auf einen Aufschub schwindet.

Für Mittwoch, den 30. September, ist in Tennessee die Hinrichtung einer Frau angesetzt – ein Vorgang, der in diesem US-Bundesstaat seit rund 200 Jahren nicht mehr vollzogen wurde. Christa Pike soll die Todesstrafe erhalten, weil sie 1995 eine Mitschülerin auf brutale Weise getötet haben soll.

Drei Jahrzehnte Todeszelle

Die heute 50-jährige Pike verbringt seit drei Jahrzehnten ihr Leben in der Todeszelle. Zum Zeitpunkt der Tat war sie 18 Jahre alt. Gemeinsam mit einem Freund und einer Freundin soll sie das Opfer, die 19-jährige Colleen Slammer, gefoltert und mit einem Messer getötet haben.

Als Tatmotiv wurde eine satanistische Obsession angegeben, der sich Pike und ihr damaliger Freund verschrieben hatten. Pikes Anwalt sagte dazu: „Sie hat die letzten 30 Jahre in einer winzigen Zelle verbracht.“ Pike selbst äußerte sich ebenfalls: „Ich empfinde jeden Tag Reue. Ich bereue es, so vielen Familien und Einzelpersonen Leid zugefügt zu haben.“ Und weiter: „Ich habe keine Angst vor dem Sterben; ich habe Angst vor der Inkompetenz derer, die mich töten wollen.“

Letzte Rechtsmittel

Verschiedene Organisationen und Protestierende setzen sich dafür ein, die Vollstreckung des Todesurteils zu verhindern – bislang ohne Erfolg. Der Oberste Gerichtshof von Tennessee wies alle entsprechenden Anträge zurück. Auch Pikes Wunsch, durch Erhängen statt durch eine Giftspritze hingerichtet zu werden, fand keine Zustimmung.

Ein letzter möglicher Aufschub könnte noch vom Obersten US-Gerichtshof oder vom Gouverneur Tennessees gewährt werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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