Ein Geschworenengericht in den USA hat einem 14-jährigen Jungen eine Entschädigung in Rekordhöhe zugesprochen – der Betrag von 65 Millionen Dollar soll den Verlust ausgleichen, den Joe erlitt, als seine Mutter Meghan A. bei einem schweren Lkw-Unfall ums Leben kam.
Der tragische Unfall ereignete sich am 8. August 2022 auf dem Interstate Highway 25 in der Nähe von Mead, Colorado. Der damals zehnjährige Joe saß im Fahrzeug, als es zur Katastrophe kam.
Fataler Baggerarm
Der Lkw-Fahrer Darnell Y. transportierte einen Kettenbagger und fuhr dabei unter einer Brücke auf der Weld County Road 34 hindurch. Der ausgefahrene Baggerarm traf die Brückenkonstruktion – mit fatalen Folgen: „Ein großes Betonstück durchschlug die Windschutzscheibe und traf die Mutter am Kopf.“ Joe selbst überlebte den Unfall mit nur leichten Verletzungen.
Die anschließenden Ermittlungen der Colorado State Patrol ergaben, dass der Bagger nicht ordnungsgemäß gesichert worden war. Darnell Y. wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt: Das Gericht verhängte eine vierjährige Unterbringung in einer Resozialisierungseinrichtung sowie 300 Stunden gemeinnützige Arbeit.
Rekordurteil Colorado
Die Entscheidung der Geschworenenjury im Larimer County stellt das höchste je in diesem Bezirk – und in ganz Colorado – gegen einen Lkw-Fahrer gesprochene Urteil dar.
Seit dem Tod seiner Mutter wächst Joe bei seinen Großeltern auf.