Brüssel schlägt Alarm: Explodierende Gaspreise zwingen die EU zu drastischen Sparmaßnahmen – mit Folgen für den Alltag.
Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten aufgefordert, ihren Strom- und Gasverbrauch spürbar zu reduzieren, um dem anhaltenden Preisanstieg auf den Energiemärkten entgegenzuwirken. Energiekommissar Dan Jørgensen richtete sich in einem Schreiben direkt an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und ihre europäischen Amtskollegen. Darin schlug er konkrete Maßnahmen vor, darunter die nächtliche Abschaltung öffentlicher Beleuchtung sowie ein Verbot von Heizpilzen.
Hintergrund ist die drastische Preisentwicklung beim Gas: Seit Jahresbeginn hat sich der Preis mehr als verdoppelt und liegt derzeit bei 70 Euro pro Megawattstunde.
Geplante Sparmaßnahmen
Zu den Vorschlägen, die Jørgensen in seinem Brief skizziert, zählen neben dem Abschalten öffentlicher Beleuchtung in den Nachtstunden auch die Absenkung der Raumtemperaturen in öffentlichen Gebäuden. Mit einer gezielt gedrosselten Nachfrage soll Druck aus den Energiemärkten genommen und Versorgungsengpässen vorgebeugt werden.
Ob und in welchem Ausmaß diese Maßnahmen tatsächlich in Kraft treten, soll bei einem Treffen der europäischen Energieminister beraten werden.