Slowenien macht Schluss mit dem Katz-und-Maus-Spiel auf der Autobahn – das neue Messsystem kennt keine Lücken mehr.
Slowenien hat sein Verkehrsüberwachungssystem auf mehreren Autobahnabschnitten grundlegend modernisiert: Statt Fahrzeuge nur an einzelnen Messpunkten zu erfassen, wird künftig die Durchschnittsgeschwindigkeit über gesamte Streckenabschnitte hinweg ermittelt. Kameras an den jeweiligen Ein- und Ausfahrtspunkten registrieren das Fahrzeug, die zurückgelegte Strecke und die dafür benötigte Zeit werden ins Verhältnis gesetzt – und wer zu schnell war, bekommt das zu spüren. Das Ziel: weniger abruptes Abbremsen vor Blitzern und mehr gleichmäßige Einhaltung der Tempolimits.
Aktive Abschnitte
Aktuell sind drei Abschnitte in Betrieb: die A1 zwischen Logatec und Vrhnika in Richtung Ljubljana, die A2 zwischen Ljubljana-Brod und Vodice in Richtung Kranj sowie die A2 zwischen Grosuplje und Ivancna Gorica in Richtung Novo Mesto. Als nächster Abschnitt soll die A1 zwischen Podmilj und Locica in das System eingebunden werden.
Zu beachten ist dabei eine technische Besonderheit: Auf sogenannten offenen Abschnitten, also dort, wo Auf- und Abfahrten zwischen den Messpunkten möglich sind, kann keine Durchschnittsgeschwindigkeit berechnet werden – wer also zwischendurch die Autobahn verlässt oder erst später auffährt, fällt aus der Messung heraus.
Neue Fahrpraxis
Für all jene, die regelmäßig durch Slowenien reisen – etwa auf dem Weg in den Urlaub auf dem Balkan – bedeutet das neue System vor allem eines: Die beliebte Taktik, kurz vor dem Blitzer vom Gas zu gehen und danach wieder zu beschleunigen, funktioniert hier nicht mehr.
Wer Strafzettel vermeiden will, muss über den gesamten überwachten Abschnitt gleichmäßig im erlaubten Bereich bleiben.