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Grenzkontrolle

Gefallen für Freund: 20.000 Euro im Koffer an bosnischer Grenze gefunden

Gefallen für Freund: 20.000 Euro im Koffer an bosnischer Grenze gefunden
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Ein Freund bittet ihn um einen Gefallen – doch an der Grenze werden plötzlich 20.000 Euro in seinem Koffer gefunden. Nun sorgt der Fall in der Diaspora für Diskussionen.

Ein Mann aus der bosnischen Diaspora in Deutschland hat in sozialen Netzwerken von einem folgenreichen Vorfall auf einer Heimreise nach Bosnien berichtet. Nach seiner Schilderung nahm er im Sommer den Koffer eines Freundes mit. Bei einer Grenzkontrolle seien darin 20.000 Euro Bargeld entdeckt worden, von denen er nach eigenen Angaben nichts gewusst habe. Eine unabhängige behördliche Bestätigung des konkreten Falls liegt bislang nicht vor.

Der Mann erklärte, sein Freund habe ihn bereits mehrfach gebeten, dessen Familie in Bosnien einen Koffer mitzubringen. Aus Prinzip habe er solche Gefälligkeiten zuvor immer abgelehnt, diesmal aber eingewilligt. Nach seiner Darstellung entdeckten die Behörden bei der Kontrolle die nicht angemeldeten 20.000 Euro. Da er weder Unterlagen zum Geld vorlegen noch dessen Herkunft erklären konnte, sei die Summe einbehalten worden.

Unabhängig vom konkreten Fall gelten für solche Bargeldsummen klare Regeln: Wer bei der Ausreise aus der Europäischen Union 10.000 Euro oder mehr Bargeld mit sich führt, muss den Betrag beim Zoll anmelden. Die Pflicht gilt für Bargeld, das sich am Körper, im Gepäck oder im Fahrzeug befindet, und auch dann, wenn die Person das Geld für jemand anderen transportiert. Auch bei der Einreise nach Bosnien und Herzegowina müssen größere Bargeldbeträge beim Zoll deklariert werden.

Doppelte Belastung

Nach seiner Darstellung kam anschließend auch noch privater Streit hinzu: Der Freund und Teile dessen Familie würden nun von ihm verlangen, die 20.000 Euro zu ersetzen. Der Mann weist die Verantwortung zurück und betont, von dem Bargeld im Koffer nichts gewusst zu haben.

In der Online-Gemeinschaft stieß der Fall auf breite Solidarität mit dem Betroffenen. Die Reaktionen fielen eindeutig aus. „Gib ihm nichts zurück. Warum hat er das nicht mit Busfahrern geschickt oder über Western Union geschickt?“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer stellte klar: „Wenn er dir nicht gesagt hat, dass Geld im Koffer ist, hast du meiner Meinung nach weder moralische noch rechtliche Verpflichtungen, dich schuldig zu fühlen.“

Bei diesen Reaktionen handelt es sich allerdings um persönliche Meinungen von Nutzerinnen und Nutzern und nicht um eine rechtliche Beurteilung des Falls.

Diaspora-Risiken

Der geschilderte Fall zeigt, welche Risiken das Mitnehmen fremder Koffer oder Pakete über internationale Grenzen mit sich bringen kann. Reisende sollten genau wissen, was sie transportieren und bei Bargeldbeträgen ab 10.000 Euro die jeweiligen Meldepflichten beachten. Ob eine Person für einen unbekannten Inhalt straf- oder zivilrechtlich verantwortlich gemacht werden kann, hängt dagegen von den konkreten Umständen und dem jeweiligen Recht ab – eine pauschale Haftung „unwissentlich oder nicht“ gibt es so nicht.

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KO KOSMO-Redaktion
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