Ein Hubschrauber verschwindet mitten in der Nacht aus einem Hangar – und die Spur der von Thomas Morgenstern genutzten Maschine führt bis nach Kroatien.
Aus einem Hangar am Flugplatz Mauterndorf im Salzburger Lungau wurde in der Nacht auf Montag ein Hubschrauber des Typs Robinson R44 gestohlen. Die Maschine wird von Ex-Skisprung-Olympiasieger Thomas Morgenstern beziehungsweise seinem Helikopterunternehmen genutzt und betreut. Der Wert liegt Medienberichten zufolge bei mehreren Hunderttausend Euro; oe24 beziffert ihn auf rund 600.000 Euro.
Der letzte bekannte Kontakt mit dem Hubschrauber wurde laut Flugplatz-Crew am Montagmorgen gegen 4.20 Uhr im kroatischen Luftraum registriert. Nach Informationen von Salzburg24 soll sich die Maschine zu diesem Zeitpunkt im Bereich der Insel Pag befunden haben. Die Polizei arbeitet bei der Suche mit Austro Control und dem Bundesheer zusammen.
Professioneller Täter
Am Montagvormittag waren Ermittler am Flugplatz Mauterndorf im Einsatz. Der Hangar war offenbar aufgebrochen worden. Morgensterns Helikopterunternehmen ist am Flugplatz Mauterndorf stationiert und bietet dort unter anderem Rund-, Erlebnis- sowie VIP- und Charterflüge an.
Die Flugplatz-Crew wandte sich auch über soziale Medien an die Öffentlichkeit und bat um Hinweise zum Verbleib der Maschine. Wer den Hubschrauber tatsächlich vom Flugplatz weggeflogen hat und über welche fliegerischen Kenntnisse die Person verfügt, ist bislang nicht bekannt.
Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen und arbeitet dabei mit Austro Control und dem österreichischen Bundesheer zusammen. Wo sich der Hubschrauber derzeit befindet und wer hinter dem Diebstahl steckt, ist noch unklar.
Morgensterns Schweigen
Thomas Morgenstern ist über seine Karriere als Skispringer hinaus auch in der Luftfahrt unternehmerisch tätig. Zeitweise arbeitete er mit dem ehemaligen Fußballer Martin Hinteregger zusammen.
Morgenstern bestätigte den Diebstahl gegenüber Medien, wollte sich zu den laufenden Ermittlungen allerdings nicht näher äußern.