Tokio versinkt im Regen – und bricht dabei einen Rekord, der seit Jahren Bestand hatte. El Niño macht den Unterschied.
Tokio hat seit Beginn des laufenden Monats insgesamt 629 Liter Regen pro Quadratmeter verzeichnet – das entsprach etwa dem Dreifachen des durchschnittlichen Septemberniederschlags. Damit wurde ein neuer Niederschlagsrekord aufgestellt. Wie Kazuhiro Hirono vom japanischen Wetterdienst bestätigte, wurde der bisherige Höchstwert aus dem Sommer 2019 damit überboten. Der Meteorologe Masayuki Kyoda ordnete die Entwicklung klimatisch ein: Der ungewöhnlich nasse Herbst sei zumindest in Teilen eine Folge des Klimaphänomens El Niño.
El Niños Einfluss
Bei El Niño handelt es sich um ein natürlich auftretendes Klimaphänomen, das mit einer Erwärmung der Meeresoberfläche im östlichen und zentralen Pazifik einhergeht. Die damit verbundenen Temperaturveränderungen wirken sich weltweit auf Windmuster, Luftdruckverhältnisse und Niederschlagsmengen aus. Kyoda zufolge erhöht El Niño das Risiko für extreme Wetterereignisse.
Bangkoks Überschwemmungen
Auch Bangkok war in dieser Woche von heftigen Regenfällen betroffen. In der thailändischen Hauptstadt fielen nahezu 300 Millimeter Niederschlag, was in allen 50 Stadtbezirken zu schweren Überschwemmungen führte und die Ausrufung des Katastrophenfalls nach sich zog.
Die Lage hatte sich am Samstag allerdings wieder stabilisiert.