Ein gestohlener Hubschrauber, deaktivierte Ortungssysteme und eine Spur, die bis nach Kroatien führt – der Fall lässt viele Fragen offen.
In der Nacht auf Montag wurde vom Flugplatz Mauterndorf im Salzburger Lungau ein Hubschrauber des Typs Robinson R44 gestohlen und in weiterer Folge über kroatischem Territorium geortet. Eigentümer der Maschine ist der Wagrainer Hotelier Manuel Aster. Der Diebstahl ereignete sich gegen 1.50 Uhr und verursachte laut Aster einen Schaden von mehreren hunderttausend Euro – eine neue Maschine dieses Typs kann bis zu 800.000 Euro kosten.
Sorgfältige Vorbereitung
Der Ablauf des Diebstahls deutet auf eine sorgfältige Vorbereitung hin. Die Täter verschafften sich durch eine Hintertür Zugang zum Hangar und entnahmen an der Flugplatztankstelle insgesamt 365 Liter Treibstoff – obwohl der Tank des Hubschraubers lediglich rund 170 Liter fasst. Ortungssystem, Absturzsender und Transponder wurden deaktiviert oder entfernt.
Betrieben wird die Maschine von der Firma des ehemaligen Skisprungstars Thomas Morgenstern. Zusätzlich erschwerend: Die Maschine soll nicht für Nachtflüge ausgerüstet sein.
Kroatische Spur
Der gestohlene Hubschrauber wurde schließlich über der kroatischen Insel Pag geortet. Austro Control, Polizei und Bundesheer arbeiten daran, die genaue Flugroute zu rekonstruieren.
Weitere Details werden aus ermittlungstaktischen Gründen vorerst nicht öffentlich gemacht.