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Lärmwarnung

1200 km/h über Österreich: Wenn der Himmel bebt – Bundesheer im Überschall-Modus

1200 km/h über Österreich: Wenn der Himmel bebt – Bundesheer im Überschall-Modus
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Wenn es am Himmel bald kracht, ist das kein Grund zur Sorge: Österreichs Eurofighter-Piloten trainieren wieder im Überschallbereich – mit spürbaren Folgen für die Bevölkerung.

Ab Montag, 3. November, könnten Österreicherinnen und Österreicher ungewöhnliche Geräusche wahrnehmen – die Luftstreitkräfte führen wieder ihr Überschalltraining durch. Zwischen 8 und 16 Uhr werden täglich zwei Flüge in Höhen über 12.500 Metern absolviert. Die Übungen erstrecken sich auf nahezu das gesamte Bundesgebiet, wobei Ballungsräume sowie Tirol und Vorarlberg ausgespart werden. Dennoch können laut Verteidigungsministerium auch in diesen Regionen jederzeit Flüge im Ultraschallbereich stattfinden.

Wenn die Eurofighter die Schallmauer bei etwa 1200 km/h durchbrechen, entstehen charakteristische Stoßwellen, die am Boden als Überschallknall wahrgenommen werden. Die Intensität dieser akustischen Erscheinung variiert je nach Flughöhe, Geländebeschaffenheit und meteorologischen Bedingungen. Um die Lärmbelastung für die Bevölkerung zu minimieren, setzt das Bundesheer auf möglichst kurze Beschleunigungsphasen und dokumentiert systematisch die Schallausbreitung. Das Training ist für den Zeitraum bis zum 14. November angesetzt.

Sicherheitspolitische Bedeutung

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) betont die sicherheitspolitische Dimension: „Gerade in einer Zeit wachsender internationaler Spannungen zeigt sich, wie wichtig die Fähigkeit zur Wahrung und Durchsetzung unserer Lufthoheit ist.“ Unsere Eurofighter-Piloten müssen alle Flugphasen, auch im Überschallbereich, regelmäßig trainieren, um Österreichs Luftraum sicher und effektiv schützen zu können.“ Das Verteidigungsministerium weist darauf hin, dass Simulatortraining allein nicht ausreicht, da die physischen Belastungen im Flugbetrieb nicht vollständig nachgebildet werden können.

Permanente Bereitschaft

Zudem sei die präzise Koordination zwischen Militärpiloten, Radarleitoffizieren sowie militärischer und ziviler Flugsicherung ein entscheidender Trainingsaspekt. Es handelt sich bereits um die zweite derartige Übungsreihe in diesem Kalenderjahr. Österreich verfügt derzeit über 16 Eurofighter-Piloten, wobei einer als Fluglehrer in Südtirol stationiert ist.

Die Jetpiloten befinden sich in permanenter Bereitschaft, um bei Bedarf unidentifizierte Luftfahrzeuge abzufangen, zur Landung zu zwingen und somit die österreichische Lufthoheit zu wahren – im Ernstfall auch zur Abwehr von Luftangriffen.

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KO KOSMO-Redaktion
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