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Preisschock

16 Euro für Cevapcici: Kroatien-Rechnung lässt Urlauber erstarren

16 Euro für Cevapcici: Kroatien-Rechnung lässt Urlauber erstarren
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ein Foto einer Restaurantrechnung aus Rovinj sorgt derzeit in sozialen Medien für hitzige Debatten. Die schockierend hohen Preise für alltägliche Getränke und einfache Gerichte haben viele Internetnutzer fassungslos zurückgelassen – besonders jene, die die kroatische Küstenstadt noch als preislich moderate Urlaubsdestination in Erinnerung haben.

Der Verfasser des viralen Reddit-Beitrags, selbst Kroate, zeigte sich überrascht von der Preisentwicklung: „Meine Schwester schickte mir diese Rechnung aus ihrem Rovinj-Urlaub. Sechs Euro für eine Cola-Flasche! Und das für nichts Besonderes. Solche Preise zahlt man nicht einmal im Herzen von Wien-Innere Stadt neben dem Stephansdom.“ Er erinnerte zudem daran, dass früher kostenloses Parken und ein unkomplizierter Strandzugang in Rovinj selbständig waren, während heute überall Parkgebühren zwischen einem und sechs Euro pro Stunde fällig würden.

Schockierende Preise

Die beigefügte Rechnung offenbart tatsächlich erstaunliche Preise: Eine halbe Liter Coca-Cola Zero schlägt mit 5,50 Euro zu Buche, eine 0,3-Liter-Flasche normale Cola kostet 4 Euro, ein Eistee 5 Euro. Bei den Speisen setzt sich die Preisspirale fort: Eine halbe Pizza mit Schinken oder Salami kostet jeweils 7,50 Euro, die ganze Variante 15 Euro. Für eine Portion Cevapcici (gegrillte Hackfleischröllchen) werden 16 Euro verlangt, eine Lasagne mit Huhn und Gemüse kostet 14 Euro. Insgesamt zahlten die Urlauber für ihre Mahlzeit stolze 80 Euro.

Der Beitrag löste eine Flut von Kommentaren unter kroatischen Nutzern aus. Die Meinungen gehen dabei weit auseinander: Während viele die Preise als „unverschämt“ oder „schrecklich“ bezeichnen, halten andere sie für die Touristenhochburg Rovinj durchaus für marktüblich. Einige Kommentatoren gaben offen zu, bekannte Urlaubsorte an der kroatischen Küste aufgrund solcher Preisgestaltung mittlerweile zu meiden.

Rechnung_Kroatien
FOTO: reddit/@hrvatska

„Deshalb frage ich grundsätzlich nach der Preisliste, bevor ich überhaupt bestelle. Solche Preise würde ich nicht einmal zahlen, wenn es meine letzte Mahlzeit wäre“, schrieb ein empörter Nutzer. Ein anderer pflichtete bei: „Genau deshalb meide ich Restaurants an unserer Küste. Ich bin nicht knauserig, aber mein Geld zum Fenster hinauswerfen? Nein danke.“

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Geteilte Meinungen

Interessanterweise zeigten sich einige Kommentatoren von den Restaurantpreisen weniger schockiert als von den Preisen in kroatischen Supermärkten: „Restaurants sind für Touristen – das ist normal und mir egal. Was mich wirklich stört: Ein Liter Milch kostet in Istrien mehr als in Wien“, lautete ein Kommentar.

Ein Nutzer relativierte die Situation durch einen Vergleich mit Österreich: „Meine Eltern haben an einer österreichischen Tankstelle 20 Euro für zwei Cola und einen Kaffee bezahlt – also ja, diese Preise sind mittlerweile normal.“

Zum Abschluss brachte ein kroatischer Nutzer die Situation auf den Punkt: „Und dann wundern sie sich, warum die Restaurants leer bleiben und Touristen stattdessen an den Supermarktkassen Schlange stehen. Und anschließend wundern sie sich über steigende Preise in den Geschäften…“

Gastronomie-Hochburg Rovinj

Die Kontroverse um die Restaurantpreise spielt sich vor dem Hintergrund einer bemerkenswerten Entwicklung ab: Rovinj hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der kulinarischen Hotspots Kroatiens entwickelt und beherbergt mittlerweile drei Michelin-Sterne-Restaurants. Dazu zählen das mit zwei Sternen ausgezeichnete „Agli Amici Rovinj“ sowie die Ein-Stern-Lokale „Monte“ und „Cap Aureo“. Diese Entwicklung unterstreicht den Wandel der Stadt von einer bescheidenen Küstenstadt zu einer international beachteten Gourmet-Destination – was sich auch auf das allgemeine Preisniveau auswirken dürfte.

Ein Urlaub an der kroatischen Küste ist längst kein günstiges Vergnügen mehr.

Die Rechnung aus Rovinj hat jedenfalls für ordentlich Wirbel in den sozialen Medien gesorgt – und das aus nachvollziehbaren Gründen.

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KO KOSMO-Redaktion
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