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Extremwetter

40-Grad-Hölle am Balkan – Wetterdienst schlägt Alarm

40-Grad-Hölle am Balkan – Wetterdienst schlägt Alarm
FOTO: iStock, zVg.
3 Min. Lesezeit |

Die Hitzewelle, die derzeit über Serbien hinwegfegt, wird das Land noch bis zum Ende dieser Woche fest im Griff haben. Der serbische Wetterdienst RHMZ (Republički hidrometeorološki zavod) hat eine entsprechende Warnung herausgegeben und bestätigt aktuelle Spitzenwerte von 39 bis 40 Grad landesweit. In den meisten Regionen müssen die Menschen mit Höchstwerten zwischen 34 und 38 Grad rechnen, stellenweise kann das Thermometer sogar auf 40 Grad klettern.

Wetteranalysen zeigen, dass sich ein Heat-Dome-System nach Osten verlagert und die Temperaturen teilweise um 10 bis 12 Grad über dem klimatologischen Mittel liegen. Die extremen Abweichungen machen diese Hitzewelle zu einer der intensivsten der jüngeren Vergangenheit.

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Lediglich heute können sich Bewohner im Norden, Westen und in Teilen Zentralserbiens über etwas mildere Temperaturen zwischen 31 und 33 Grad freuen. Besonders die Hauptstadt Belgrad trifft es hart: Die Belgrader müssen von Mittwoch bis Samstag mit einer Serie von Hitzetagen bei 35 bis 37 Grad rechnen. Laut RHMZ-Prognose ist am Freitag kurzzeitig mit einer leichten Abkühlung durch nordwestliche Winde zu rechnen, bevor die Hitze wieder anzieht. Erst ab Sonntag ist mit einer nachhaltigen Entspannung zu rechnen.

Waldbrandgefahr steigt

Die anhaltende Hitze bringt jedoch nicht nur gesundheitliche Risiken mit sich – auch die Waldbrandgefahr steigt dramatisch an. Der Wetterdienst warnt eindringlich: Die lang anhaltende Trockenperiode hat in Kombination mit starker und extremer Dürre dem Boden nahezu jegliche Feuchtigkeit entzogen. Der RHMZ meldet aktuell anhaltende starke bis extreme Dürre mit sehr niedriger Bodenfeuchte, was das Risiko einer raschen Brandausbreitung zusätzlich erhöht.

Zusammen mit der intensiven Sonneneinstrahlung und den hohen Tagestemperaturen herrschen ideale Bedingungen für die Entstehung und rasche Ausbreitung von Bränden im Freien. Diese Entwicklung betrifft nicht nur Serbien: Die Waldbrandgefahr steigt derzeit in der gesamten Balkanregion durch die großräumige Ausbreitung extremer Hitze auf Zentral- und Südosteuropa an.

Meteorologen appellieren daher an die Bevölkerung, in der Natur kein Feuer zu entfachen und keine Zigarettenstummel wegzuwerfen. Selbst kleinste Unachtsamkeiten könnten unter den aktuellen Wetterbedingungen verheerende Folgen haben.

Kritische Wasserstände

Doch nicht nur der Blick zum Himmel bereitet Sorgen – auch die Gewässer senden alarmierende Signale. Laut hydrologischem Bericht des RHMZ werden die Wasserstände der Save bei Sremska Mitrovica und Sabac in den kommenden Tagen um oder knapp unter dem kritischen Niveau für die Schifffahrt liegen.

Noch besorgniserregender ist die Lage an der Kolubara und ihren Nebenflüssen sowie am Jadar, der Mlava, dem Pek und dem Schwarzen und Weißen Timok. Auch die Oberläufe der West- und Südmorava sind betroffen – hier nähern sich die Durchflussmengen bereits dem biologischen Minimum an, was bedeutet, dass sie nur noch etwa fünf Prozent über den absoluten Minimalwerten liegen.

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KO KOSMO-Redaktion
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