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Erneut verurteilt

46 Minuten nach Prozessende: Betrügerin begeht erneut Straftat

46 Minuten nach Prozessende: Betrügerin begeht erneut Straftat
(FOTO: iStock/Pattanaphong Khuankaew/zoka74)
2 Min. Lesezeit |

Ein außergewöhnlicher Fall beschäftigt die Gerichte in Hannover: Medina H. (31), eine Frau aus Bosnien, hat es geschafft, innerhalb von nur 46 Minuten nach ihrer Verurteilung erneut straffällig zu werden.

Verurteilung wegen Trickdiebstahls

Vergangenen Freitag wurde Medina H. im Amtsgericht Hannover wegen Trickdiebstahls verurteilt. Sie und ein sechsjähriges Kind hatten den Betreiber (65) einer Minigolfanlage am Silbersee in Langenhagen abgelenkt. Währenddessen stahl das Kind eine Geldkassette mit rund 500 Euro. Die Strafe: 1100 Euro Geldbuße, verteilt auf 110 Tagessätze zu je 10 Euro. Die Sitzung endete laut Gerichtsprotokoll um 12:34 Uhr.

Rückfall innerhalb von 46 Minuten

46 Minuten später, um genau 13:20 Uhr, wurde Medina H. wieder auffällig. Nach dem Urteil ging sie zum nahegelegenen Hauptbahnhof, nahm ein Taxi und ließ sich ins Gewerbegebiet im Stadtteil Lahe fahren. Dort kam es zum Streit mit dem Taxifahrer, da sie den Fahrpreis von 48 Euro nicht bezahlen konnte.

Festnahme und neue Anklage

Medina H. versuchte, den Taxifahrer zu täuschen, indem sie behauptete, ein Angehöriger würde den Betrag bezahlen. Der Fahrer ließ sich nicht täuschen, stellte sicher, dass seine Kundin nicht fliehen konnte, und informierte die Taxizentrale. Eine Polizeistreife nahm sie daraufhin mit. Nun erwartet sie eine Anklage wegen Betrugs und wurde in Untersuchungshaft genommen. Beim Gerichtstermin verhöhnte sie der Richter: „Den Saal kennen Sie ja schon.“

Offene Fragen zu ihrem Aufenthaltsstatus

Details zu Medina H.s Aufenthaltsstatus in Deutschland bleiben unklar. Über ihren Verteidiger ließ sie den Betrugsvorwurf einräumen, gab jedoch keine weiteren Angaben. Nach Informationen der BILD soll sie bei ihrer Einreise einen Asylantrag gestellt haben und bis vor Kurzem Sozialleistungen und Kindergeld bezogen haben. Offiziell verfügt sie über keine feste Meldeadresse. Ihren Angaben zufolge leben drei ihrer Kinder in Bosnien, während ein neugeborenes Frühchen derzeit in einer Klinik in Deutschland betreut wird.

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Im erneuten Prozess wurde Medina H. zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Dieses Mal mied sie den Taxistand nach der Gerichtsverhandlung.

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KO KOSMO-Redaktion
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