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TIKTOK-TREND

Schüler fälschen positive Corona-Tests mit Cola

(FOTOS: iStockphotos)

Ein neuer TikTok-Trend geht gerade viral: Darin zeigen Schüler, wie sie mithilfe von Cola ganz einfach einen positiven Corona-Schnelltest erfälschen und so die Schule schwänzen können.

Wer einen positiven Schnelltest vorweist, kann einige Tage nicht am Unterricht teilnehmen. Dies nutzen aktuell viele Schüler in Deutschland aus, um die Schule zu schwänzen – denn in einigen Bundesländern muss das Testergebnis nicht einmal mit einem PCR-Test bestätigen. Der Trick, wie man mit Limonaden ein positives Corona-Schnelltest-Ergebnis bekommt, ist in den vergangenen Tagen zu einem wahren TikTok-Trend geworden.

Um das Ergebnis zu verfälschen, eignen sich laut „Berliner Morgenpost“ sowohl Capri-Sonne, Cola, Red Bull und andere Säfte. Ein paar Tropfen in der Flüssigkeit reichen in den meisten Fällen aus, damit der Schnelltest positiv ausfällt. Der Grund: Laut einem deutschen Mediziner soll ein chemischer Prozess den ph-Wert der Teststreifen verändern: „Auf den Streifen der Tests sind Antikörper festgemacht, die sich durch die Säure biegen und so das Farbsignal auslösen.“

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Dann bekommt man schon vom Gesundheitsamt eine Isolationsbescheinigung und darf für fünf Tage dem Unterricht fernbleiben. In den Schulen ist dies bereits ein bekanntes Problem und wird in auffälligen Fällen auch genauer unter die Lupe genommen, wie ein deutscher Schulleiter gegenüber der Zeitung erzählt: „Bei einem [Anm. Schüler] war es mal sehr auffällig, den haben wir dann auch schon mal allein unter strenger Aufsicht nachgetestet.“ Dennoch bleiben viele gefälschte Tests unentdeckt.

Eine Aktion scharf ist in Berliner Schulen dennoch nicht erforderlich, heißt es: „Die allermeisten Schüler wollen zur Schule und haben eher Sorge, dass sie durch Corona schon zu viel verpasst haben.“

Übrigens: In Österreich kann man den Cola-Trick vergessen, wenn man sich ein paar schulfreie Tage erschleichen will, denn: Jeder positive Antigen-Schultest wird in Österreich mit einem PCR-Test nachgetestet“, erklärt Debora Knob, Pressesprecherin des Bildungsministeriums.

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