60 Erdbeben erschütterten gestern den Balkan (FOTOS & VIDEOS)

26.11.2019

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60 Erdbeben erschütterten gestern den Balkan (FOTOS & VIDEOS)

(FOTOS: Twitter-Screenshots)

Mehr als 24 Stunden hielten Seismologen am Balkan den Atem an. Der 26. November 2019 wird wohl als einer der traurigsten Tage in die Geschichte der Region eingehen.

Nachdem um kurz vor 4 Uhr morgens das stärkste Erdbeben der Serie Albanien erschütterte, waren die seismologischen Zentren am Balkan in Alarmbereitschaft. Insgesamt 60 Mal bebte gestern die Erde auf der Balkanhalbinsel. Die Stärke belief sich zwischen 2 und 6,4 auf der Richter-Skala.

23 Tote und 650 Verletzte
Insgesamt 20 Erdbeben wurden in der Region um die albanische Mittelmeerstadt Durrës verzeichnet. Jenes mit einer Stärke von 6,4 auf der Richter-Skala forderte 23 Menschenleben und verletzte insgesamt 650 Personen, so die albanischen Medien heute Morgen. (KOSMO berichtete) Das stärkste Erdbeben seit mehreren Jahrzehnten hatte ein leichtes Spiel, die leider viel zu häufig anzutreffenden Gebäude schlechter Bauqualität in Ruinen zu verwandeln und begrub unzählige Menschen unter den Trümmern.

Die Rettungskräfte suchen immer noch nach Überlebenden in den Gebäudetrümmern, jedoch schwindet mit jeder Stunde die Hoffnung, noch jemanden lebend zu bergen. Die Bewohner befürchten, dass die Anzahl an Todesopfern noch stark ansteigen wird. Tausende Albaner mussten die gestrige Nacht unter freiem Himmel oder in provisorischen Unterkünften verbringen, da ihre Häuser und Wohnungen in Schutt und Asche liegen.

Vonseiten der Regierung wurde für die gesamte Woche die Staatstrauer ausgerufen. An allen Gebäuden der staatlichen Organe hängen die Fahnen auf Halbmast und auch alle Schulen wurden bis Ende der Woche geschlossen.

Leichte Sachschäden in Bosnien-Herzegowina
Obwohl auch Bosnien-Herzegowina von fünf Erdbeben betroffen waren, so richteten diese glücklicherweise nur leichte Sachschäden an. Um Kurz vor 10:30 Uhr spürten nicht nur Menschen aus der Herzegowina, sondern auch Montenegriner, Dalmatiner, sowie die Bewohner von Sarajevo, Mostar und Zenica, dass die Erde unter ihnen bebt.

Vereinzelte Gebäude mussten aus Sicherheitsgründen geräumt werden und werden nun von Experten begutachtet. In einigen Teilen der Herzegowina haben Schulen aus Angst vor weiteren Beben geschlossen.

Insofern die Afrikanische Platte auch weiterhin die Adriatische Platte in Richtung Norden schiebt, so bleibt zweiterer kein anderer Ausweg, als sich unter die Balkanhalbinsel zu schieben. Dies ist laut Seismologen auch der Grund für die Erdbebenserie in den vergangenen Wochen und Monaten.

Fotos und Videos von den Erdbeben und den angerichteten Schäden findet ihr auf den nächsten Seiten!

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