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Feuerteufel

Eigenes Haus angezündet: Brandstiftung durch Ex-Feuerwehrmann

Eigenes Haus angezündet: Brandstiftung durch Ex-Feuerwehrmann
(FOTO: Bad Ischl)
2 Min. Lesezeit |

In Bad Ischl ereignete sich ein ungewöhnlicher Fall, bei dem ein junger Mann zum Brandstifter wurde. Ein 18-Jähriger legte in dem Mietshaus, in dem er selbst wohnte, vier Brände.

Sein Motiv, wie er der Polizei mitteilte, war der Wunsch, einen Großeinsatz der Feuerwehr zu erleben. Diese Tat zieht erneut die Aufmerksamkeit auf die seltsame Dynamik, die zwischen Feuer und einigen jungen Feuerwehrmitgliedern zu bestehen scheint.

Feuerwehreinsatz

In den frühen Morgenstunden mussten zehn Feuerwehrmannschaften ausrücken, um die vom jungen Mann verursachten Brände zu löschen. Unter den brennenden Gegenständen befanden sich Matratzen, Lattenroste und ein Fahrrad, die alle im Keller des besagten Mietshauses gelagert waren. Der Einsatz erforderte nicht nur die Löschung der Flammen, sondern auch die Evakuierung von 20 Mietern, um deren Sicherheit zu gewährleisten. Erstaunlicherweise war es der junge Mann selbst, der den Alarm auslöste.

Jugendlicher ist amtsbekannt

Der 18-Jährige wurde schon zweimal wegen Sachbeschädigung verurteilt, nachdem er Mistkübel und Container in Brand gesteckt hat. Das war auch der Grund für seinen Ausschluss als Mitglied der lokalen Feuerwehr.

„Wie ich die Einsatzadresse gesehen habe, hab’ ich mir sofort gedacht: ,Da stinkt was‘“, so Jochen Eisl, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl gegenüber der „Krone“. „Der junge Mann war auch einmal Mitglied bei uns. Als ihm die Sache mit den Mistkübeln nachgewiesen wurde, musste er gehen.“ Diesmal wird es wohl nicht mehr nur bei einer Anzeige wegen Sachbeschädigung bleiben.

Immer wieder Feuerwehrleute als Brandstifter

Dieser Umstand wirft Licht auf eine verstörende Ironie: Individuen, die ausgebildet sind, um anderen im Falle eines Brandes beizustehen, könnten unter bestimmten Umständen selbst zur Gefahr werden. Der Fall in Bad Ischl ist kein Einzelfall; immer wieder gibt es Berichte über Feuerwehrleute, die selbst Brände legen.

Diese Vorfälle stellen nicht nur ein Sicherheitsrisiko dar, sondern bedeuten auch einen Vertrauensbruch. Die Motivation hinter solchen Taten ist meist die Faszination für das Feuer. Manchmal ist auch das Bedürfnis, den „Held“ spielen zu können, ein Grund für die Brandstiftungen.

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KO KOSMO-Redaktion
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