Die österreichische Bundesregierung stellt ab sofort einen beträchtlichen Ansporn zur Verfügung, um die heimische Handwerksbranche zu beleben und gleichzeitig Haushalte bei anstehenden Renovierungen oder Modernisierungen zu unterstützen.

Interessierte können sich nun auf einen Zuschuss von bis zu 2.000 Euro freuen, wenn sie lokale Handwerker für ihre Projekte engagieren. Im Detail wird das Angebot heute, am Montag, von Bundeskanzler Karl Nehammer und Arbeitsminister Martin Kocher öffentlich vorgestellt.
Was ist der Handwerkerbonus?
Der Handwerkerbonus bietet eine finanzielle Unterstützung für Leistungen von qualifizierten Handwerkern, die in Österreich ansässig sind. Dies umfasst Arbeiten, die der Renovierung, Modernisierung, sowie Zu- und Neubauten von privat genutztem Wohnraum dienen. Ein breites Spektrum an Dienstleistungen wird gefördert, darunter fallen unter anderem:
– Erneuerungen von Dächern und Fassaden, einschließlich Malerarbeiten
– Spenglerarbeiten
– Austausch von Fenstern
– Installationstätigkeiten, z. B. in den Bereichen Sanitär, Heizung und Klima
– Tischlerarbeiten, wie beispielsweise Kücheneinbauten, Einbauschränke oder das Anbringen von Stiegengeländern
– Pflasterarbeiten
Förderbedingungen und Anspruchsberechtigung
Der Zuschuss beträgt 20 Prozent der Arbeitskosten, wobei für das Jahr 2024 eine Obergrenze von 2.000 Euro besteht und für 2025 eine Grenze von 1.500 Euro pro Person und Wohneinheit festgelegt ist. Zu beachten ist, dass ausschließlich die reinen Arbeitskosten förderfähig sind, die mindestens 500 Euro betragen müssen. Ausgeschlossen von der Förderung sind Fahrt-, sowie Materialkosten und die Summe muss netto, nach Abzug aller Rabatte, eingereicht werden.
Für die Beantragung des Zuschusses steht jedem Erwachsenen, der handwerkliche Arbeiten in Auftrag gibt, einmal jährlich der Weg offen. Hier spielt es keine Rolle, ob der Antragsteller Eigentümer oder Mieter ist. Die förderungswürdige Handwerksleistung muss jedoch nach dem 1. März 2024 erbracht werden.
Wirtschaftliche Bedeutung und zusätzliche Anreize
Laut einer Umfrage planen 37 Prozent der Befragten, den Handwerkerbonus in Anspruch zu nehmen, mit vielen, die Investitionen aufgrund der Zuschüsse vorziehen oder neue Projekte in Betracht ziehen. Mit einem Fördervolumen von 300 Millionen Euro für die Jahre 2024 und 2025 zielt die Bundesregierung darauf ab, die heimische Wirtschaft zu beleben und gleichzeitig gegen Schwarzarbeit vorzugehen. Der Förderantrag erfordert die Vorlage einer Rechnung über die erbrachte Leistung, was die Transparenz im Sektor erhöhen soll.
Im Burgenland gibt es zudem einen ergänzenden regionalen Bonus, der eine Förderung von 25 Prozent der Kosten verspricht, mit einer Höchstgrenze von 10.000 Euro je Haushalt. Dieses Angebot ist eine zusätzliche Komponente im Rahmen des breiteren Wohn- und Baupakets der Bundesregierung, das darauf abzielt, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig umweltfreundliche Investitionen zu fördern.