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Iftar

Eltern empört: Schule will Schüler zur Teilnahme am Fastenbrechen verpflichten

Eltern empört: Schule will Schüler zur Teilnahme am Fastenbrechen verpflichten
Symbolfoto. FOTO: iStock/Malik Nalik
2 Min. Lesezeit |

Ein Schreiben der Carl-Zuckmayer-Schule in Neukölln löst Empörung aus: Das Fastenbrechen soll verpflichtend sein. Der Berliner Senat reagiert prompt.

Ein Schreiben der Carl-Zuckmayer-Schule in Berlin-Neukölln sorgte kürzlich für erhebliche Aufregung unter den Eltern der siebten Klasse. Die Schule hatte angekündigt, dass das Fastenbrechen zum Ramadan, auch bekannt als Iftar, als verpflichtende Veranstaltung stattfinden sollte. Geplant war das Iftar für Freitag, den 28. März, von 17:30 Uhr bis 20:00 Uhr – dem letzten Abend vor dem Ende des Ramadan, der traditionell mit dem Zuckerfest im Kreis der Familie gefeiert wird. In dem Schreiben wurde hervorgehoben, dass die Teilnahme verpflichtend sei, da ein anderer Unterricht dafür ausfalle, und die Kinder wurden gebeten, Essen mitzubringen.

Diese Entscheidung stieß insbesondere bei nicht-religiösen Eltern auf Unverständnis und Empörung. Ein Vater äußerte seinen Unmut darüber, dass christliche Feiertage an der Schule nicht als Pflichtveranstaltungen begangen würden, während das Fastenbrechen eine solche sein sollte. Er kritisierte: „Weihnachten wird nichts an der Schule gefeiert, Ostern auch nicht – zu keinem der christlichen Feiertage in Deutschland gibt es Pflicht-Veranstaltungen.“

Senat greift ein

Angesichts der aufkeimenden Kontroversen schaltete sich der Berliner Senat ein. Der Senat betonte, dass religiöse Veranstaltungen an staatlichen Schulen nicht verpflichtend sein dürfen, da dies gegen das Neutralitätsgebot verstößt. In einer Absprache mit der regionalen Schulaufsicht und der Schule wurde klargestellt, dass die Teilnahme am Iftar freiwillig ist und kein Unterricht dafür ausfällt.

Der Ramadan, ein bedeutender Fastenmonat für Muslime, in dem von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefastet wird, endet abends mit einem großen Essen, dem Iftar. Lehrer warnen regelmäßig vor gesundheitlichen Problemen, die Schülern während des Fastens drohen könnten.

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KO KOSMO-Redaktion
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