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Mehr als 1.000 Euro: So bekommt ihr den Klimabonus noch

Mehr als 1.000 Euro: So bekommt ihr den Klimabonus noch
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3 Min. Lesezeit |

Trotz Abschaffung des Klimabonus im Zuge der Budgetsanierung warten noch Millionenbeträge auf ihre rechtmäßigen Empfänger. Für zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher besteht weiterhin die Möglichkeit, nicht abgeholte Beträge von bis zu 1.010 Euro zu beanspruchen.

Der Klimabonus fiel den notwendigen Einsparmaßnahmen zur Konsolidierung des Staatshaushalts zum Opfer. Diese Maßnahme soll allein im laufenden Jahr Einsparungen von bis zu zwei Milliarden Euro bewirken.

Im Frühjahr erfolgte die finale Auszahlungswelle mit Beträgen von maximal 290 Euro für Anspruchsberechtigte aus 2024. Dennoch liegen beim Klimaministerium noch hunderttausende nicht abgeholte Boni zur Verfügung. Dies betrifft vielfach auch Ansprüche aus dem Jahr 2022. In der Summe können Berechtigte auf bis zu 1.010 Euro kommen. Ab dem kommenden Jahr wird zudem ein neues Kompensationsmodell für Pendlerinnen und Pendler eingeführt.

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Offene Ansprüche

Während der zweiten Auszahlungsphase des Klimabonus 2024 hatten etwa 345.000 Personen noch offene Ansprüche auf nachträgliche Auszahlungen durch das Klimaministerium. Rund 100.000 Menschen haben ihren Bonus aus dem Jahr 2022 bislang nicht eingefordert. Dabei handelt es sich um beachtliche 500 Euro pro Person, da in diesem Jahr zusätzlich ein Teuerungsbonus ausgezahlt wurde.

Wer seit 2022 keine Abholung veranlasst hat, kann somit von einer Gesamtsumme von bis zu 1.010 Euro profitieren, zusammengesetzt aus 500 Euro für 2022, 220 Euro für 2023 und 290 Euro für 2024.

Nachträgliche Auszahlung

Auch jene Personen, die ihre Klimabonus-Briefe aus den Vorjahren nicht abgeholt haben, können ihre Ansprüche noch geltend machen. Ende 2024 betraf dies etwa 90.000 Personen, die ihren Bonus für 2023 nicht beansprucht hatten. In diesem Jahr ist die Zahl aufgrund der gestiegenen Kontoüberweisungen (plus 27 Prozent) deutlich niedriger, doch auch diese Gruppe kann noch von bis zu 290 Euro profitieren.

In tausenden Fällen wurden die Benachrichtigungen nach erfolglosem Zustellversuch nicht bei den Postfilialen abgeholt und an das Klimaministerium zurückgesandt. Nach Ministeriumsangaben warten insgesamt bis zu 20 Millionen Euro auf ihre berechtigten Empfänger. In diesen Fällen ist eine Kontaktaufnahme mit dem Klimaministerium über die Website klimabonus.gv.at erforderlich. Anschließend erfolgt die Überweisung auf das angegebene Konto.

Die nachträgliche Überweisung kann für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren rückwirkend beantragt werden. Somit besteht auch 2024 noch die Möglichkeit, den Klimabonus für 2023 zu erhalten, sofern dies bisher nicht geschehen ist.

Ein Anspruch besteht selbstverständlich nur bei Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen für den Erhalt des Bonus.

Budgetäre Auswirkungen und soziale Folgen

Laut aktuellen Zahlen des Parlaments führt die Abschaffung des Klimabonus zu einer Einsparung von rund 1,8 Milliarden Euro im Umweltbudget für das Jahr 2025. Diese Maßnahme stellt den größten Einzelposten bei den geplanten Kürzungen dar und trägt maßgeblich zur Reduktion der Mittel im Bereich Umwelt, Klima und Kreislaufwirtschaft bei.

Besonders stark von der Abschaffung betroffen sind einkommensschwache Haushalte in ländlichen Regionen. Diese Gruppen müssen durch die CO₂-Bepreisung überdurchschnittlich hohe Mehrkosten bei Energie und Mobilität tragen. Studien zeigen, dass die Lebenshaltungskosten in diesen Bevölkerungsgruppen etwa doppelt so stark steigen wie im Durchschnitt, während der Klimabonus bisher einen wichtigen finanziellen Ausgleich geboten hat.

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KO KOSMO-Redaktion
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