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Sechs Verletzte

Baseballschläger auf Schulhof: Mord entfacht Clan-Krieg

Baseballschläger auf Schulhof: Mord entfacht Clan-Krieg
Symbolfoto. FOTO: iStock/Spitzt-Foto
3 Min. Lesezeit |

Nach einem tödlichen Familiendrama in Strasshof eskaliert der Hass zwischen zwei Clans erneut – diesmal prallen die verfeindeten Lager auf einem Schulgelände aufeinander.

Die Familienfehde in Strasshof an der Nordbahn hat eine neue Eskalationsstufe erreicht – diesmal auf dem Gelände einer Mittelschule. Der tragische Hintergrund des Konflikts reicht bis in den Oktober 2023 zurück, als ein 36-jähriger Bosnier seine 33-jährige ehemalige Lebensgefährtin auf offener Straße erschoss. Besonders erschütternd: Die gemeinsame neunjährige Tochter wurde Zeugin der Tat. Der Täter erhielt im April dieses Jahres am Landesgericht Korneuburg eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Die Gewalttat ereignete sich damals im öffentlichen Raum, als der Mann seiner Ex-Partnerin mit einer Schusswaffe in den Kopf feuerte – während ihre Tochter zusehen musste. Bereits während der gerichtlichen Befragung des Kindes kam es laut Medienberichten zu tumultartigen Szenen im Gerichtssaal, bei denen Familienmitglieder beider Seiten aneinandergerieten. Aus Sicherheitsgründen trug der Angeklagte während des Prozesses eine Stichschutzweste.

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Eskalation an Schule

Jetzt hat sich der Konflikt auf die nächste Generation übertragen. Am 26. Juni kam es an einer Mittelschule zu einer massiven Auseinandersetzung zwischen Angehörigen der verfeindeten Familien. Bei der heftigen Schlägerei wurde nach Polizeiangaben unter anderem ein Baseballschläger eingesetzt.

Die Bilanz: insgesamt 15 Anzeigen und sechs Personen, die im Krankenhaus versorgt werden mussten. Unter den Beteiligten befand sich auch ein erst zwölfjähriges Kind, das strafrechtlich noch nicht zur Verantwortung gezogen werden kann. Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber dem „ORF NÖ“, dass es sich um dieselben Familien handelt, die bereits in den tödlichen Vorfall vom Oktober 2023 verwickelt waren.

Gegenseitige Vorwürfe

Die Details der jüngsten Auseinandersetzung sind alarmierend. Laut „Kronen Zeitung“ begann der Konflikt Ende Juni zwischen den Großmüttern, die ihre Enkelkinder von der Schule abholen wollten. Die anfängliche Konfrontation artete schnell in ein Handgemenge aus, in das sich zunehmend weitere Familienmitglieder einmischten.

Der Rechtsanwalt der Familie des Mordopfers, Peter Philipp, gab gegenüber „ORF NÖ“ an, dass „sieben bis acht“ seiner Mandanten an der Auseinandersetzung beteiligt waren. Er betonte jedoch: „Nach meiner Info haben die anderen angefangen.“ Der Jurist beschreibt die Situation als generationenübergreifenden Konflikt zwischen zwei Familienclans, weist aber darauf hin, dass „das Verfahren erst am Beginn“ stehe.

Die Einsatzkräfte mussten Pfefferspray einsetzen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Schließlich gelang es den Beamten, die an der Schulhof-Schlägerei beteiligten Personen zu trennen.

Der zugrundeliegende Konflikt bleibt jedoch bestehen – im Hintergrund steht nach wie vor der Mord, der sich vor Monaten ereignete.

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KO KOSMO-Redaktion
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