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Basketball

Revanche geglückt: Serben zerlegen deutsches Team trotz schwachem Jokic

Revanche geglückt: Serben zerlegen deutsches Team trotz schwachem Jokic
FOTO: EPA/YOAN VALAT
3 Min. Lesezeit |

Deutschlands Basketballer haben im Härtetest gegen Serbien einen ersten sportlichen Dämpfer einstecken müssen. In der mit 11.579 Zuschauern gut gefüllten Basketball-Arena SAP Garden in München demonstrierten die Serben ihre Klasse. Bemerkenswert: Obwohl NBA-Superstar Nikola Jokic weit unter seinen Möglichkeiten blieb und lediglich sieben Punkte beisteuerte, setzten sich die Gäste letztlich souverän durch. Der Denver-Nuggets-Center wirkte dabei fast, als wolle er die Bühne bewusst seinen Teamkollegen überlassen.

Die Begegnung schrieb ein weiteres Kapitel in der jüngeren Duell-Geschichte beider Basketball-Nationen. Nach dem WM-Finale vor zwei Jahren (83:77 für Deutschland) und dem olympischen Bronze-Match im Vorjahr (93:83 für Serbien) kreuzten sich erneut die Wege der Kontrahenten. Weltmeister-Coach Gordon Herbert verfolgte das Geschehen in legerer Kleidung aus der ersten Reihe – sein neues Amt als Bayern-Trainer hält ihn von EM-Aufgaben fern.

Die Atmosphäre im neuen Basketball-Tempel in München bot den Zuschauern beste Unterhaltung. Die DBB-Auswahl attackierte Jokic von Beginn an mit hoher Intensität. Gegen den Nuggets-Star wurden konsequent wechselnde Verteidiger und Doppelungen aufgeboten.

Deutsche Leistungsträger

Zur Halbzeitpause hatte der als weltbester Spieler gehandelte Jokic gerade einmal drei Punkte auf dem Konto. Auch nach dem Seitenwechsel blieb seine Ausbeute überschaubar, doch seine Mannschaft dominierte auch ohne Glanzleistung ihres Aushängeschilds. Nach drei Vierteln schien die Partie bereits entschieden.

Zwar startete das deutsche Team noch eine furiose Aufholjagd bis auf zwei Zähler heran – für die komplette Wende reichte es jedoch nicht mehr. Die deutschen Leistungsträger Schroder (zwölf Punkte) und Franz Wagner (26) konnten erst spät oder gar nicht entscheidend ins Spielgeschehen eingreifen – anders als noch beim knappen 73:71-Halbfinalsieg gegen die Türkei am Vortag.

Positiv stachen dagegen Wagners NBA-Kollege Tristan da Silva mit 14 Punkten und Johannes Thiemann mit elf Zählern hervor.

EM-Vorbereitung

Anderthalb Wochen vor dem EM-Auftakt in Tampere steht Bundestrainer Alex Mumbru noch vor erheblichen Herausforderungen. In keinem der vier bisherigen Vorbereitungsspiele konnte er auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Gegen Serbien fehlten die beiden Center Daniel Theis aufgrund von Belastungssteuerung und Leon Kratzer wegen einer Knieprellung sowie der angeschlagene Distanzschütze David Kramer.

Bei der anstehenden Kaderreduzierung von 15 auf 12 Spieler wird Mumbru zwangsläufig den Gesundheitszustand seiner Profis besonders berücksichtigen müssen.

Im deutschen Spiel hapert es noch an vielen automatisierten Abläufen. NBA-Aufsteiger Wagner kämpft weiterhin mit seiner Wurfquote. Weitere Weltmeister wie Maodo Lo und Johannes Voigtmann suchen nach Verletzungen und Krankheiten noch ihren Rhythmus.

Das Gesamtbild für die Europameisterschaft (27. August bis 14. September) ist zehn Tage vor Turnierbeginn noch unvollständig. Mumbru setzt die Vorbereitung in den kommenden Tagen in München fort.

Den EM-Auftakt bestreiten Schroder und Co. am 27. August gegen Außenseiter Montenegro.

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KO KOSMO-Redaktion
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