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Notoperation

100 Magnete im Bauch: Ärzte retten Teenager in letzter Sekunde

100 Magnete im Bauch: Ärzte retten Teenager in letzter Sekunde
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Hundert verschluckte Magnete führten bei einem 13-Jährigen zu lebensgefährlichen Darmverletzungen. Die verbotenen Neodymium-Teile hatte er bei einem Discounter-Onlineshop bestellt.

In einem dramatischen medizinischen Eingriff haben Chirurgen in Neuseeland zahlreiche Magneten aus dem Verdauungstrakt eines Teenagers operativ entfernen müssen. Der 13-jährige Patient hatte nach ärztlichen Angaben vom Freitag bis zu 100 leistungsstarke Magnete verschluckt, die er zuvor über den Discounter-Onlineshop Temu erworben hatte. Vier Tage lang litt der Jugendliche unter Schmerzen im Bauchbereich, bevor er schließlich ins Krankenhaus in Tauranga auf Neuseelands Nordinsel eingeliefert wurde.

Im „New Zealand Medical Journal“ dokumentierten die behandelnden Mediziner den Fall: „Der Patient gab an, etwa eine Woche vor der Einlieferung ungefähr 80 bis 100 Hochleistungsmagnete aus Neodymium (seltenes Erdmetall) mit den Maßen 5 mal 2 Millimeter konsumiert zu haben.“

Medizinische Folgen

Die bildgebende Diagnostik offenbarte, dass sich die Magnete aufgrund ihrer Anziehungskraft in vier geraden Linienformationen an verschiedenen Stellen des Darms angesammelt hatten. Die behandelnden Ärzte stellten fest, dass die Magnetkraft an vier Bereichen des Dünn- und Dickdarms zu Gewebenekrosen (Gewebeabsterben) geführt hatte.

In einem chirurgischen Eingriff wurden sowohl das abgestorbene Gewebe als auch sämtliche Magnete entfernt. Nach acht Tagen stationärer Behandlung konnte der Junge das Krankenhaus verlassen. Der genaue Zeitpunkt des operativen Eingriffs wurde nicht bekannt gegeben.

Temus Reaktion

Laut Angaben der Mediziner wurden die Magnete, die in Neuseeland seit Anfang Jänner 2013 nicht mehr zugelassen sind, über die Handelsplattform Temu bezogen. Der Onlinehändler reagierte mit der Einleitung einer internen Untersuchung, um die Einhaltung neuseeländischer Sicherheitsstandards zu überprüfen.

Ein Unternehmenssprecher erklärte, Temu habe mit den Autoren des medizinischen Berichts Kontakt aufgenommen, um zusätzliche Informationen zum Vorfall zu erhalten.

Das Unternehmen äußerte sein Bedauern über den Vorfall und die notwendig gewordene Operation des Jugendlichen.

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KO KOSMO-Redaktion
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