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KI-Plattform

Millionen Seiten, tausende Namen: „Jwiki“ macht die Epstein-Files durchsuchbar

Millionen Seiten, tausende Namen: „Jwiki“ macht die Epstein-Files durchsuchbar
FOTO: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH
2 Min. Lesezeit |

Die Macher der Epstein-Datenbank erweitern ihr digitales Archiv mit KI-Enzyklopädie. Die Entwickler von „Jmail“, jener Plattform, die tausende E-Mails des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein in ein durchsuchbares Postfach verwandelt hat, haben ihr Angebot nun deutlich ausgebaut.

Mit „Jikipedia“ präsentieren sie eine Wikipedia-ähnliche Webseite, die mithilfe künstlicher Intelligenz automatisch Personenprofile und Dossiers zu allen in den Epstein-Dokumenten erwähnten Individuen erstellt.

Die KI-generierten Einträge gehen dabei weit über bloße Namenserwähnungen hinaus. Sie umfassen biografische Details, dokumentieren den Umfang der Korrespondenz mit Epstein und beschreiben nachweisbare Besuche auf dessen Anwesen. Besonders brisant: Die Plattform fasst auch mutmaßliche Verbindungen zusammen, bewertet mögliches Mitwissen über Epsteins kriminelle Aktivitäten und geht in einigen Fällen sogar auf potenzielle Gesetzesverstöße einzelner Personen ein.

Umfassende Dokumentation

Neben den Personenprofilen bietet Jikipedia auch detaillierte Informationen zu Epsteins Immobilienbesitz – von der Erwerbsgeschichte bis hin zu den dort erhobenen Vorwürfen. Weitere Sektionen widmen sich seinen geschäftlichen Verbindungen, darunter Beziehungen zu namhaften Finanzinstituten. Obwohl die Einträge auf Quelldokumente verweisen, räumten die Betreiber mögliche Ungenauigkeiten ein. In einer Mitteilung vom 14. Februar kündigten sie auf der Plattform X an: „Nutzer werden bald Korrekturen vorschlagen, Fehler markieren und die Richtigkeit ganzer Artikel überprüfen können.“

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Wachsendes Ökosystem

Das Projekt baut auf dem Erfolg von Jmail auf, das Luke Igel und Riley Walz im vergangenen Jahr nach der Veröffentlichung von mehr als 20.000 Seiten aus Epsteins E-Mail-Verkehr ins Leben gerufen hatten. Das Duo setzte Googles Gemini-KI ein, um die Dokumente mittels optischer Zeichenerkennung in durchsuchbaren Text umzuwandeln. Was als einfaches Recherchewerkzeug begann, hat sich mittlerweile zu einem ganzen Ökosystem entwickelt, das bewusst an bekannte Google-Dienste angelehnt ist.

Dazu gehören JPhotos, JDrive und JFlights – Anwendungen, die verschiedene Aspekte des öffentlich zugänglichen Materials in durchsuchbare Sammlungen organisieren.

Ergänzt wird das Angebot durch Plattformen wie JVR, Jamazon, Jemini, Jotify, JMessage und Jacebook – allesamt Nachbildungen bekannter sozialer Netzwerke, die jedoch ausschließlich Inhalte aus den Epstein-Akten enthalten.

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KO KOSMO-Redaktion
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