RAF Camora hielt sich in Dubai auf, als die Lage im Nahen Osten eskalierte. Inzwischen ist der Rapper wieder zu Hause – und hat sich nun ausführlich bei seinen Fans gemeldet. „Ich bin zurück aus Dubai. Gestern mit dem ersten Flug der Emirates“, schreibt er in einer Instagram-Story.
Ursprünglich hatte der Musiker die Reise als Auszeit vom Wiener Winter geplant – ein paar ruhige Tage in der Wüstenmetropole. Doch daraus wurde nichts. Rund um die künstliche Insel Palm Jumeirah spitzte sich die Lage zu: Augenzeugen berichteten von Sirenen, Rauch und Explosionen.
Am 1. März 2026 traf eine Drohne das Luxushotel Fairmont The Palm, Raketen wurden über der Stadt abgefangen, der Flugverkehr zeitweise eingeschränkt. Kurz nach den Vorfällen hatte der Rapper noch mitgeteilt, sich mit seinem Umfeld in Sicherheit gebracht zu haben – danach folgte tagelange Stille, die bei vielen Fans Sorge auslöste.
Schweres Herz
Die Eindrücke jener Nacht lassen ihn bis heute nicht los. „Ihr habt alle die Bilder gesehen, ich habe sie noch in meinem Kopf und sie machen mir ein schweres Herz“, so der Rapper weiter.
In seiner Story richtet er sich gegen den Umgang damit in sozialen Netzwerken: „Ich verstehe weder die Schadenfreude in den Kommentaren, noch die Kriegsreporter-Influencer, noch die, die tun als wäre nichts.“
Dubais tiefere Bedeutung
Gleichzeitig setzt sich der Musiker für ein differenzierteres Bild der Stadt ein. „Dubai ist nicht nur Nusret & Krypto-Scammer mit Slippers. Dort wohnen 3,6 Millionen Menschen. Auch Menschen ohne Lambo.“
Für ihn persönlich hat Dubai längst eine tiefere Bedeutung. „Ich habe meine letzten vier Alben dort aufgenommen“, schreibt er. Vor allem die Gegend rund um Palm Jumeirah und sein Studio bei der Streetwear-Marke Amongst Few empfindet er als vertrauten Ort: „Ich sehe die Palme und das Studio irgendwo als mein Zuhause.“
Zum Abschluss seiner Botschaft richtet er sich mit Dankbarkeit an seine Anhänger: „Danke an alle Fans, die Gedanken bei uns hatten.“ Zugleich unterstreicht er noch einmal die Schwere der Ereignisse – ohne die funktionierende Raketenabwehr und die Koordination vor Ort wäre der Ausgang ein anderer gewesen. „Die Situation ist kein Spaß“, so sein Fazit.