Europas Geldscheine bekommen ein neues Gesicht – und die Natur spielt dabei eine zentrale Rolle.
Am 15. Juli 2025 hat die Europäische Zentralbank einen Designwettbewerb zur Neugestaltung der Euro-Banknoten ausgeschrieben. Grafikdesigner waren eingeladen, Entwürfe einzureichen, wobei europäische Kultur als eines der zentralen Themen vorgegeben wurde. Die Bewerbungsfrist endete am 18. August 2025 um 12:00 Uhr MEZ. Die Siegerentwürfe sollen Ende 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt werden, bevor die technische Produktion beginnt. Bis die neuen Scheine tatsächlich in den Geldbörsen der Europäer ankommen, werden allerdings noch mehrere Jahre vergehen.
Nachhaltige Produktion
Die Überarbeitung der Banknoten ist Teil eines umfassenderen Entwicklungsprozesses, den die EZB für ihre Geldscheine verfolgt. Ein wesentliches Anliegen dabei ist die Verringerung der Umweltbelastung durch Produktion und Material. Zu diesem Zweck wurde der ökologische Fußabdruck der bestehenden Scheine systematisch analysiert. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollen neue Materialien und veränderte Herstellungsverfahren dazu beitragen, die Umweltauswirkungen künftig zu reduzieren.
Vögel als Motiv
Neben dem Nachhaltigkeitsaspekt verfolgt die EZB mit der Neugestaltung auch das Ziel, die Banknoten zeitgemäßer und für alle gesellschaftlichen Gruppen zugänglicher zu machen. Als eines der neuen Motivthemen wurde „Flüsse und Vögel“ festgelegt, das laut EZB „die Vielfalt und Widerstandskraft der natürlichen Ökosysteme Europas dargestellt“ werden soll.
Konkret vorgeschlagen wurden der Mauerläufer für den 5-Euro-Schein, der Eisvogel für den 10-Euro-Schein, der Bienenfresser für den 20-Euro-Schein, der Weißstorch für den 50-Euro-Schein, der Säbelschnäbler für den 100-Euro-Schein sowie der Basstölpel für den 200-Euro-Schein – allesamt Arten, die symbolisch für Natur- und Umweltschutz stehen.