30 Tonnen Kokain, ein Frachter mitten im Atlantik – Spaniens Behörden gelingt ein historischer Schlag gegen den Drogenhandel.
Spanische Ermittler haben im Atlantik eine der größten Kokainmengen sichergestellt, die je auf See beschlagnahmt wurden: 30 Tonnen des Rauschgifts wurden an Bord eines Frachters entdeckt. Innenminister Fernando Grande-Marlaska bezeichnete den Fund als einen der bedeutendsten Kokainfunde – nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene. In einer ersten Einschätzung war sogar von 35 bis 40 Tonnen die Rede gewesen.
Fund im Atlantik
Der Zugriff erfolgte am 1. Mai auf einem Schiff, das unter der Flagge der Komoren fuhr. Die Operation fand in internationalen Gewässern nahe den Kanarischen Inseln statt. Das Schiff hatte seinen Ausgangshafen in Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones, und war auf dem Weg nach Bengasi in Libyen.
Nach Einschätzung der Ermittler war geplant, die Drogen auf kleinere Wasserfahrzeuge umzuladen und auf diesem Weg nach Europa zu bringen. Spanien nimmt im internationalen Drogenhandel aufgrund seiner engen Verbindungen zu Lateinamerika sowie der geografischen Nähe zu Nordafrika eine zentrale Rolle als Transitland ein.
Festnahmen & Waffen
Die 23 Besatzungsmitglieder wurden festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft – unter ihnen 17 philippinische und fünf niederländische Staatsangehörige.
Bei der Durchsuchung des Schiffes stießen die Fahnder zudem auf mehrere Schusswaffen.