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Weltweite Festnahmen

Betrug mit Fake-Medikamenten: Interpol zerschlägt Netzwerke in 90 Ländern (FOTOS)

Betrug mit Fake-Medikamenten: Interpol zerschlägt Netzwerke in 90 Ländern (FOTOS)
FOTO: Interpol
2 Min. Lesezeit |

Millionen gefälschte Pillen, Dutzende zerschlagene Netzwerke – ein globaler Einsatz legt offen, wie skrupellos der illegale Medikamentenhandel operiert.

Beim einem international koordinierten Einsatz haben Ermittler gefälschte und nicht zugelassene Medikamente im Millionenwert sichergestellt. Mehr als 6,4 Millionen Dosen wurden beschlagnahmt, wie die in Lyon ansässige Polizeiorganisation Interpol heute bekanntgab. Der Gesamtwert der eingezogenen Substanzen beläuft sich laut Interpol auf 15,5 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 13,2 Millionen Euro.

Globale Razzia

Im Rahmen der knapp zweiwöchigen, von Interpol geleiteten Operation wurden in rund 90 Ländern insgesamt 269 Verdächtige festgenommen. Parallel dazu gelang es den Behörden, 66 kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, die im illegalen Handel mit Arzneimitteln tätig waren. Tausende Websites und digitale Kanäle wurden abgeschaltet. Die größten Mengen an Sicherstellungen verzeichneten die Ermittler in Großbritannien, Kolumbien und Australien.

Unter den sichergestellten Produkten dominierten vermeintliche Mittel gegen Erektionsstörungen, Beruhigungsmittel sowie Präparate, die als Raucherentwöhnungshilfen beworben wurden. Darüber hinaus verweist Interpol auf eine besorgniserregende Entwicklung: Im Vergleich zu den Vorjahren wurden deutlich mehr Antiparasitika aufgegriffen. Die Wirkstoffe Ivermectin und Fenbendazol wurden demnach unter dem Begriff „Kits zur Krebsbehandlung“ als alternative Heilmittel gegen Krebs vertrieben – obwohl Gesundheitsbehörden ausdrücklich davor gewarnt haben, dass es dafür keine wissenschaftliche Grundlage gibt.

Tödliche Gefahr

„Gefälschte Medikamente sind nicht nur Betrug, sie bringen Leben in Gefahr“, zitierte Interpol ihren Generalsekretär Valdecy Urquiza. Über Onlinemarktplätze und informelle Lieferketten könnten Kriminelle Lücken in der Kontrolle ausnutzen. Sie würden auf Menschen abzielen, die schnelle und erschwingliche Hilfe suchten, doch die Konsequenzen könnten schwer und sogar tödlich sein.

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KO KOSMO-Redaktion
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