Zentralserbien rückt näher zusammen: Ein neuer Autobahnabschnitt verbindet Regionen, die lange auf Anschluss warteten.
Mit einem Festakt unter Beteiligung von Staatspräsident Aleksandar Vucic und der serbischen Staatsspitze wird heute ein weiterer Abschnitt des Moravski-Korridors für den Verkehr freigegeben. Der rund 29 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen der Anschlussstelle Preljina bei Cacak und der Anschlussstelle Adrani bei Kraljevo – in der Bevölkerung längst als Autobahn Cacak–Kraljevo bekannt – markiert einen Meilenstein in der Infrastrukturentwicklung Zentralserbiens.
Königevo angebunden
Die neue Verbindung schließt Kraljevo erstmals an das moderne serbische Autobahnnetz an und verkürzt die Fahrzeit zwischen Belgrad und der Region erheblich. Davon profitieren nicht nur die Bezirke Moravicki und Raski, sondern auch Städte wie Krusevac, Trstenik und Vrnjacka Banja, die künftig schneller und sicherer an die wichtigsten Verkehrsachsen des Landes angebunden sind. Insgesamt soll der Moravski-Korridor mehr als eine halbe Million Menschen in Zentralserbien miteinander verbinden.
Wirtschaftliche Impulse
Neben dem Personenverkehr verspricht die neue Trasse auch wirtschaftliche Impulse: Der Gütertransport wird effizienter abgewickelt werden können, und Industriezonen in der Region werden für in- wie ausländische Investoren deutlich leichter erreichbar. Drohnenaufnahmen zeigen die fertiggestellte Strecke aus der Vogelperspektive – darunter die Auffahrt aus Richtung Belgrad nach Kraljevo sowie die Zufahrt für Verkehrsteilnehmer, die aus Pozega, Uzice oder aus der Zlatibor-Region kommen.
Von der Anschlussstelle Preljina aus führt die Autobahn nun ohne Unterbrechung weiter in Richtung Kraljevo, Vrnjacka Banja und Krusevac. Der Moravski-Korridor ist als rund 112 Kilometer lange Autobahntrasse geplant, die die bestehenden serbischen Autobahnen A1 und A2 verbindet und damit eine durchgehende Verbindung zwischen Preljina bei Čačak und Pojate herstellt. Für den Gesamtausbau wurden die Investitionskosten ursprünglich mit rund 745 bis 800 Millionen Euro veranschlagt.