Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Tierschutzverstoß

540 Kilometer Qual: Polizei rettet acht Welpen aus illegalem Transport

540 Kilometer Qual: Polizei rettet acht Welpen aus illegalem Transport
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Acht Welpen, fünf Wochen alt, stundenlang ohne Wasser und Futter – eine Routinekontrolle auf der Ostautobahn endet mit einer Sicherstellung.

Am Donnerstag stellten Beamte der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung der Landespolizeidirektion Niederösterreich auf dem Verkehrskontrollplatz Bruck an der Leitha an der Ostautobahn einen illegalen Welpentransport sicher. Im Zuge einer fremdenpolizeilichen Schwerpunktaktion wurde dabei ein rumänischer Kastenwagen kontrolliert.

In dem Fahrzeug entdeckten die Einsatzkräfte acht Hundewelpen im Alter von rund fünf Wochen, die in einer ungesicherten Transportbox im Laderaum untergebracht waren. Die Tiere waren zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehr als sieben Stunden und über eine Strecke von rund 540 Kilometern unterwegs – ohne Wasser, ohne Futter und ohne ausreichende Klimatisierung des Laderaums.

Fehlende Dokumente

Bei der anschließenden Befragung verstrickte sich der rumänische Fahrer in Widersprüche. Die Ermittlungen ergaben, dass die Welpen an einer Tankstelle in Ungarn nahe der rumänischen Grenze übernommen worden waren. Sämtliche erforderlichen Dokumente fehlten: Transportpapiere, EU-Heimtierausweise sowie die notwendige Transportzulassung waren nicht vorhanden. Mitgeführt wurden lediglich Blanko-Impfzertifikate.

„Das unnötige Leiden der Tiere konnte aufgrund der Kontrolle gestoppt werden. Die Einsatzkräfte der Polizei versorgten die Welpen nach deren Auffindung sofort mit Wasser“, heißt es vonseiten der Polizei.

Anzeigen erstattet

Auf Anordnung der Bezirkshauptmannschaft Bruck an der Leitha wurden die acht Welpen einem Tierschutzverein zur weiteren Versorgung übergeben. Gegen den Fahrzeuglenker sowie das Transportunternehmen wurden mehrere Anzeigen nach dem Tiertransportgesetz erstattet; zusätzlich wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 3.000 Euro eingehoben.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen