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Mietanstieg

Österreich im Mietpreis-Aufwärtstrend: Kein Ende in Sicht

Österreich im Mietpreis-Aufwärtstrend: Kein Ende in Sicht
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3 Min. Lesezeit |

695 Euro im Monat – und die Kurve zeigt weiter nach oben. Wer in Österreich mietet, zahlt mehr denn je.

Aktuelle Zahlen der amtlichen Statistik belegen: Die Wohnkosten in Österreich klettern weiter nach oben. Im ersten Quartal 2026 zahlten Mieterinnen und Mieter im Monatsdurchschnitt bereits 695 Euro. Besonders ins Gewicht fallen private Mietwohnungen sowie frisch abgeschlossene Verträge.

Laut Statistik Austria belief sich die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten im ersten Quartal 2026 auf 695,10 Euro pro Wohnung beziehungsweise 10,50 Euro je Quadratmeter. Gegenüber dem ersten Quartal 2025 entspricht das einem Anstieg von 4,8 Prozent, gegenüber dem letzten Quartal desselben Jahres einem Plus von 1,1 Prozent. Die Nettomiete ohne Betriebskosten lag im Schnitt bei 523,50 Euro, während auf Betriebskosten durchschnittlich weitere 174,30 Euro entfielen.

Private Mieten voran

Wie stark die finanzielle Last tatsächlich ist, hängt wesentlich vom jeweiligen Mietverhältnis ab. Den höchsten Preis zahlten Mieterinnen und Mieter im ersten Quartal 2026 im privaten Hauptmietbereich: Dort lagen die monatlichen Kosten im Durchschnitt bei 816,70 Euro beziehungsweise 12,50 Euro pro Quadratmeter. Genossenschaftswohnungen waren mit durchschnittlich 623 Euro monatlich oder 9 Euro je Quadratmeter deutlich erschwinglicher.

Gemeindewohnungen kosteten im Schnitt 516,30 Euro pro Monat beziehungsweise 8,50 Euro pro Quadratmeter. Ein Blick auf die langfristige Entwicklung verdeutlicht das Ausmaß des Anstiegs: Zwischen 2015 und 2025 verteuerten sich die gesamten monatlichen Wohnkosten in Österreich um rund 35 Prozent, bei Mietwohnungen sogar um knapp 40 Prozent. Diese Langzeitberechnung schließt neben der reinen Miete je nach Wohnform auch Betriebskosten, Energieaufwendungen, Instandhaltung und bestimmte Kreditzinsen ein.

Wer aktuell auf Wohnungssuche ist, spürt die Entwicklung besonders deutlich. Im Jahresdurchschnitt 2025 lagen die Quadratmeterpreise bei Mietverträgen mit einer Laufzeit von weniger als zwei Jahren bei 12,40 Euro, bei Verträgen mit mindestens 30 Jahren Laufzeit dagegen lediglich bei 6,50 Euro. Befristete Verträge schlugen mit durchschnittlich 13,30 Euro pro Quadratmeter zu Buche, unbefristete mit 9,20 Euro.

Im Jahr 2025 war jeder zweite private Hauptmietvertrag befristet. Bei Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen war diese Vertragsform mit 3,8 beziehungsweise 4,9 Prozent deutlich seltener anzutreffen. Seit Anfang 2026 gilt für neu abgeschlossene oder verlängerte befristete Verträge grundsätzlich eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren, sofern der Vermieter als Unternehmen eingestuft wird.

Belastung nach Haushalt

Die Höhe der Miete allein spiegelt die tatsächliche Belastung eines Haushalts jedoch nur unvollständig wider. Im privaten Hauptmietbereich liegt der mittlere Wohnkostenanteil bei 26 Prozent, der Durchschnittswert sogar bei 32 Prozent. In Genossenschaftswohnungen sind es im Schnitt 27 Prozent, in Gemeindewohnungen 25 Prozent.

Besonders schwer wiegt die Belastung für Ein-Eltern-Haushalte, die im Durchschnitt 39 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen aufbringen müssen. Mehr als die Hälfte der Alleinerziehenden stuft die Wohnkosten als starke finanzielle Belastung ein, weitere 37 Prozent empfinden zumindest eine spürbare Belastung. Rund 80 Prozent dieser Haushalte bestehen aus einer Mutter mit einem oder mehreren Kindern.

Überdurchschnittlich belastet sind auch Haushalte, in denen mindestens eine Person keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzt – sie wenden im Schnitt 28 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten auf. Über alle österreichischen Haushalte hinweg beträgt dieser Anteil 20 Prozent. In Wien entfallen durchschnittlich 26 Prozent des Haushaltseinkommens auf die Wohnkosten, in Gemeinden mit bis zu 10.000 Einwohnern sind es lediglich 16 Prozent.

Seit April 2026 sind Erhöhungen bei bestimmten gesetzlich geregelten Mieten – darunter Richtwert-, Kategorie-, Gemeinde- und Genossenschaftsmieten – im laufenden Jahr auf maximal ein Prozent begrenzt. Für 2027 ist eine Obergrenze von zwei Prozent vorgesehen.

Die aktuellen Quartalszahlen beziehen sich auf den Zeitraum Jänner bis März 2026 und damit auf Monate, die noch vor dem Inkrafttreten der Begrenzung lagen.

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KO KOSMO-Redaktion
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