Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Tierabgabewelle

Alte und kranke Hunde abgeschoben: Tierheim warnt vor Sommer-Welle

Alte und kranke Hunde abgeschoben: Tierheim warnt vor Sommer-Welle
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Wenn die Ferien beginnen, endet für manche Hunde ein Leben in Sicherheit – ein Tierheim schlägt Alarm.

Der Tierschutzhof Pfotenhilfe im oberösterreichischen Lochen am Hausruck steht seit Beginn der Sommerferien unter erheblichem Druck. Die Zahl der Anfragen zur Abgabe von Hunden hat sich in kurzer Zeit vervielfacht – und es sind vor allem ältere, kranke und langjährige Begleiter, um die es dabei geht. „Uralte Hunde, nicht perfekte Hunde, Scheidungsopfer, einfach unglaublich, wie leicht sich Menschen von langjährigen Gefährten und Familienmitgliedern trennen“, sagt Geschäftsführerin Johanna Stadler.

Laut der Tierschutzombudsstelle steigt in Österreich in der Urlaubs- und Sommerferienzeit die Zahl der ausgesetzten Tiere beziehungsweise der Abgaben in Tierheimen um bis zu 50 Prozent. Die Pfotenhilfe ist damit kein Einzelfall, sondern Teil eines österreichweiten Problems.

Kranke Tiere, hohe Kosten

Zwei Tiere stehen stellvertretend für die Dimension des Problems: Hündin Elli braucht dringend eine Zahnsanierung, Medikamente gegen Gallenprobleme und steht vor einer Augenuntersuchung. Rüde Wasti ist in noch schlechterem Zustand – ein Hodentumor, ein Blasenstein und eine vergrößerte Prostata machen einen operativen Eingriff unumgänglich.

Johanna Stadler richtet einen klaren Appell an alle, die mit dem Gedanken spielen, ein Tier anzuschaffen: „Die Menschen müssen sich vor der Anschaffung informieren, wie lange ein Tier leben kann.“ Die Pfotenhilfe ist auf Spenden angewiesen, um die teils erheblichen Tierarztkosten für kranke und ältere Hunde stemmen zu können.

Forderungen an Politik

Darüber hinaus fordert Stadler von der Politik konkrete Maßnahmen – darunter mehr finanzielle Unterstützung sowie den Ausbau von Tierheimkapazitäten, um der wachsenden Belastung wirksam begegnen zu können.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen