Ein verschlossenes Auto, ein Säugling darin – und nach fast 30 Minuten zeigt das Kind keine Reaktion mehr. In Oberösterreich musste die Polizei handeln.
Auf einem Parkplatz in Oberösterreich spielte sich ein bedrohlicher Vorfall ab, der glimpflich endete. Eine Mutter stand verzweifelt vor ihrem verschlossenen Fahrzeug – der Schlüssel lag im Wageninneren. Während das Auto in der Sonne stand, saß ihr Säugling darin fest. Rund 30 Minuten vergingen, in denen das Kind nicht mehr reagierte.
Rasche Rettung
Die alarmierten Polizeibeamten handelten rasch: Gegen 11.20 Uhr schlugen sie mit einem Notfallhammer die linke hintere Seitenscheibe ein und befreiten den Säugling aus dem Fahrzeug. Der Rettungsdienst übernahm unmittelbar danach die medizinische Versorgung des Kindes vor Ort. Der Säugling wurde anschließend von der Rettung vor Ort versorgt. Laut ORF war das Kind danach rasch wieder wohlauf und konnte seiner Mutter übergeben werden.
Der Vorfall, über den die Landespolizeidirektion Oberösterreich informierte, ruft einmal mehr in Erinnerung, welche tödliche Gefahr stehende Fahrzeuge bei sommerlicher Hitze darstellen.
Bereits kurze Zeitspannen können ausreichen, um das Leben eines Kindes zu gefährden. Studien zeigen, wie schnell sich ein abgestelltes Fahrzeug in der Sonne aufheizen kann: In einer Untersuchung stieg die Temperatur im Innenraum durchschnittlich um rund 10,6 Grad Celsius innerhalb der ersten zehn Minuten. Rund 80 Prozent des gesamten Temperaturanstiegs erfolgen dabei bereits innerhalb der ersten 30 Minuten. In Schwanenstadt war der Säugling zu diesem Zeitpunkt bereits fast eine halbe Stunde im Fahrzeug eingeschlossen.