Mit dem Schulstart am Montag rückt in Wien ein Thema in den Vordergrund, das Eltern jedes Jahr aufs Neue beschäftigt: die Sicherheit auf dem Weg zur Schule. Die Zahlen aus dem Vorjahr unterstreichen, wie dringend das Thema ist – bei 80 Schulwegunfällen wurden insgesamt 92 Kinder verletzt. Der Verkehrsclub Österreich hält fest: „Verkehrsberuhigung, Radwegeanbindung und übersichtliche Straßenkreuzungen sind Schwerpunkte der Stadt.“
Maßnahmen der Stadt
Die Stadt Wien hat in den vergangenen Jahren eine Reihe konkreter Maßnahmen umgesetzt, um Schulwege sicherer zu machen. Derzeit gibt es 93 Schulvorplätze, die für den Kfz-Verkehr gesperrt sind, und 222 Schulen sind bereits an das Radwegenetz angebunden. Darüber hinaus gelten vor und nach den Unterrichtszeiten auf sogenannten Schulstraßen zeitlich begrenzte Fahrverbote. Eine besondere Stellung nimmt dabei die Rohrwassergasse in Wien-Meidling ein – sie gilt als längste Schulstraße Europas. Im September 2025 wurde die Schulstraße vor der Volksschule Rohrwassergasse erweitert: Seither ist an Schultagen die Zufahrt von der Hervicusgasse und der Jägerhausgasse von 7:40 bis 8:10 Uhr für Kraftfahrzeuge gesperrt. Die Mobilitätsagentur Wien bezeichnet die erweiterte Rohrwassergasse als längste Schulstraße Europas.
Polizeiliche Empfehlungen
Auch die Polizei Wien wendet sich mit klaren Empfehlungen an Eltern und Autofahrerinnen und Autofahrer. Kinder sollten den Schulweg bereits vor dem ersten Schultag gemeinsam mit Erwachsenen üben: „Die Schulwege sollten vor Schulbeginn geübt werden.“ Gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit appelliert die Polizei außerdem an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, im Bereich von Schulen langsamer zu fahren. Zu Schulbeginn sind verstärkte Kontrollen angekündigt, um die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen und die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.