Wien baut sein Radnetz weiter aus – drei neue Projekte in verschiedenen Bezirken bringen frisches Grün und mehr Sicherheit auf Wiens Straßen.
Drei neue Radwegprojekte in Wien-Alsergrund, Wien-Donaustadt und Wien-Liesing sollen bestehende Lücken im Wiener Radnetz schließen und die Infrastruktur für Radfahrende gezielt verbessern.
Im zuständigen Gemeinderatsausschuss wurden die drei Vorhaben offiziell beschlossen. Die Stadt Wien setzt damit ihre Radwegoffensive fort. Bis Anfang 2025 wurden bereits rund 130 Millionen Euro in den Ausbau der Radinfrastruktur investiert, allein im Jahr 2024 flossen knapp 53 Millionen Euro in neue Radverkehrsinfrastruktur. Mobilitätsstadträtin Ulli Sima betonte dabei den doppelten Nutzen der Maßnahmen: „Bei der laufenden Verbesserung der Radinfrastruktur werten wir zugleich auch den öffentlichen Raum weiter auf. Unter dem Motto ‚Raus aus dem Asphalt‘ entsiegeln wir, schaffen zusätzliche Grünflächen und pflanzen neue Bäume.“
Drei Bezirke, drei Projekte
In Wien-Alsergrund wird der Gürtelradweg im Bereich des Währinger Gürtels überarbeitet und verbessert. In Wien-Donaustadt ist der Ausbau der Radachse entlang der Erzherzog-Karl-Straße geplant, wo im Zuge der Arbeiten auch zehn Bäume und zwei Hochstammsträucher neu gepflanzt werden. In Wien-Liesing schließlich wird eine Lücke im Liesingbachradweg geschlossen – dieses Teilprojekt soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Sämtliche Maßnahmen setzen auf ressourcenschonende Bauweisen.
Sicherheit im Fokus
Die Projekte kommen nicht nur Radfahrenden zugute, sondern verbessern das städtische Umfeld insgesamt. Durch eine klare Trennung von Fuß- und Radverkehr steigt die Sicherheit im öffentlichen Raum. Neue Querungsmöglichkeiten sowie zusätzliche Begrünung tragen zu einem angenehmeren Stadtbild bei.
NEOS-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner hob hervor, worauf es ihr dabei besonders ankommt: „Die heute beschlossenen Projekte greifen wieder Schwerpunkte auf, die mir beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur besonders am Herzen liegen: Wir schaffen klar getrennte, eigene Wege für Fuß- und Radverkehr, um durchgehende, sichere und komfortable Radrouten zu ermöglichen.“ Von den verbesserten Verbindungen profitieren auch Menschen mit Wurzeln in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens, die in Wien leben und auf gute Radverbindungen angewiesen sind.