Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Sprengstofffund

Explosiver Fund in Wien: Mutmaßliche Granate auf Baustelle entdeckt

Explosiver Fund in Wien: Mutmaßliche Granate auf Baustelle entdeckt
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Routinetag auf einer Wiener Baustelle endet mit einem brisanten Fund – und einem Einsatz, der schnelles Handeln erforderte.

Auf einer Baustelle in Wien-Penzing ist ein verdächtiger Gegenstand entdeckt worden, bei dem es sich um eine Granate handeln könnte. Spezialisierte Einsatzkräfte der Polizei haben das mutmaßliche Kriegsgerät inzwischen sicher entfernt.

Ein Baustellenmitarbeiter hatte den Fund im Grünbereich des Geländes gemacht und daraufhin sofort den Polizeinotruf verständigt. Die Wiener Polizei leitete umgehend Sicherungsmaßnahmen am Fundort ein. Noch am selben Tag rückten sprengstoffkundige Organe an, stellten den verdächtigen Gegenstand sicher und entfernten ihn vom Gelände. Für die fachgerechte Sicherung, den Transport, die Entschärfung und gegebenenfalls Sprengung von sprengkräftigem Kriegsmaterial aus der Zeit vor 1955 ist in Österreich gemäß § 42 Absatz 5 Waffengesetz ausschließlich der Entminungsdienst des Bundesministeriums für Landesverteidigung zuständig, während die Polizei – unterstützt von sprengstoffsachkundigen Organen – für die erste Sicherung und Lagebeurteilung am Fundort verantwortlich ist.

Schnelles Eingreifen

Das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte war möglich, weil der Baustellenmitarbeiter ohne Verzögerung reagiert hatte. Die Spezialisten konnten die Granate dadurch zeitnah sicherstellen und beseitigen, sodass für die Anwohnerinnen und Anwohner zu keinem Zeitpunkt eine anhaltende Gefährdung bestand.

Kriegsrelikte in Wien: Regelmäßige Funde

Der aktuelle Fall ist kein Einzelfall: Der Entminungsdienst des Bundesheeres verzeichnete in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 österreichweit 624 Fund- und Wahrnehmungsmeldungen zu Kampfmitteln und sprengstoffverdächtigen Gegenständen, davon 35 Einsätze im Bundesland Wien. Besonders auf Baustellen werden immer wieder Relikte aus den Weltkriegen entdeckt.

Polizeiliche Empfehlungen

Die Wiener Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass, um auf das richtige Verhalten bei derartigen Funden hinzuweisen. Wer sprengstoffverdächtige Gegenstände oder Kriegsmaterial findet, sollte sich den Auffindungsort merken, ausreichend Abstand halten und unverzüglich den Polizeinotruf unter 133 oder den europäischen Notruf 112 verständigen.

Solche Gegenstände dürfen unter keinen Umständen angefasst, verschoben oder anderweitig manipuliert werden.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen