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50-Kilo-Bombe

Baggerfahrer hält Kriegsbombe für Stein – Großeinsatz in Wien

Baggerfahrer hält Kriegsbombe für Stein – Großeinsatz in Wien
FOTO: LPD Wien
2 Min. Lesezeit |

Wien-Floridsdorf: Ein Baggerfahrer hält einen Fund zunächst für einen Stein – bis er erkennt, was er da wirklich ausgegraben hat.

Ort des Geschehens

In der Kleingartensiedlung Großjedlersdorf in Wien-Floridsdorf ist am Freitagvormittag eine russische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg aufgetaucht. Ein Baggerfahrer stieß bei Bauarbeiten auf den Sprengkörper, hielt ihn zunächst für einen Stein und erkannte erst kurz darauf dessen tatsächliche Natur. Polizeisprecherin Irina Steirer schilderte den Ablauf: „Als er die Bombe als solche erkannte, legte er sie ab und rief die Polizei.“ Der Entminungsdienst des Bundesheeres rückte aus und entschärfte den 50 Kilogramm schweren Sprengkörper erfolgreich.

Rasche Evakuierung

Noch während die Experten im Einsatz waren, wurden der unmittelbare Nahbereich evakuiert und die umliegenden Straßen für den Verkehr gesperrt. Ein sprengstoffkundiger Polizist übernahm gemeinsam mit den vor Ort eingesetzten Beamten die Koordination der Evakuierungsmaßnahmen. Sobald der Entminungsdienst die Bombe gesichert und abtransportiert hatte, wurden sämtliche Sperren wieder aufgehoben.

Blindgänger im Boden

Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg tauchen in Europa bis heute immer wieder auf. Zahlreiche Bomben, die während der Luftangriffe jener Jahre abgeworfen wurden, detonierten seinerzeit nicht und liegen seither unentdeckt im Boden. Ihre fachgerechte Beseitigung bleibt eine dauerhafte Aufgabe für die Entminungsdienste.

Der Entminungsdienst des Bundesheeres wird in Österreich derzeit im Durchschnitt rund 1.000 Mal pro Jahr zu Einsätzen wegen Kriegsrelikten alarmiert. Im Jahr 2025 bearbeitete der Dienst österreichweit 1.094 Meldungen über Funde von Kriegsmaterial und machte dabei insgesamt 29.922 Kilogramm gefährliche Altmunition unschädlich.

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KO KOSMO-Redaktion
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