Über 1.300 Tote, fast 5.000 Vermisste und dennoch gibt es aus Nepal Nachrichten, die Hoffnung machen.
In Nepal werden trotz der verheerenden Bilanz einer Naturkatastrophe weiterhin Überlebende aus den Trümmern geborgen. Die Katastrophe wurde durch den Zusammenbruch eines Gletschers nahe der Grenze zu Tibet ausgelöst, der eine massive Sturzflut aus Eis, Fels, Schlamm und Geröll in das Tal und die Wasserkraftanlagen entlang des Trishuli-Flusses schickte. Die Zahl der bestätigten Todesopfer liegt inzwischen bei 1.344 – darunter 85 Kinder. Knapp 4.900 Menschen gelten derzeit als vermisst.
Bemerkenswerte Rettungen
Zu den bemerkenswerten Rettungen zählt der Fall einer Frau in den Sechzigern, die lebend aus einem verschütteten Gebäude in Betrawati geborgen werden konnte. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass sie zur medizinischen Versorgung nach Kathmandu ausgeflogen wurde. Ebenfalls erfolgreich verlief die Bergung eines chinesischen Staatsbürgers, der aus einem 225 Meter tiefen Tunnel eines Wasserkraftwerks im Distrikt Rasuwa gerettet werden konnte. Wie die Zeitung „The Kathmandu Post“ berichtet, wird er nach seiner Bergung medizinisch untersucht.
Hoffnung in Tunneln
Die Rettungserfolge nähren die Hoffnung, dass in den betroffenen Wasserkraftanlagen noch weitere Überlebende gefunden werden könnten. Die Rettungsbemühungen stehen insbesondere im Fokus der Tunnelanlagen der Kraftwerksprojekte Upper Trishuli 3A und 3B, wo hunderte Arbeiter vermisst und teils in verschlammten Tunnels eingeschlossen sind. Bereits zuvor waren zwei Personen lebend aus dem Tunnel des Kraftwerks Upper Trishuli 3A geborgen worden.
Die Such- und Rettungsarbeiten dauern an – die weiterhin steigende Zahl an Vermissten stellt die eingesetzten Teams dabei vor erhebliche Herausforderungen.