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Katastropheneinsatz

Neue Flutwelle droht: Rettungsaktion in Nepal abgebrochen

Neue Flutwelle droht: Rettungsaktion in Nepal abgebrochen
FOTO: EPA/NARENDRA SHRESTHA
2 Min. Lesezeit |

Ein Gletscherabbruch im Himalaja löste eine Katastrophe aus, deren volles Ausmaß die Welt erst jetzt begreift.

Eine der schwersten Naturkatastrophen der jüngeren Vergangenheit im Himalaja hat bislang 469 Menschen das Leben gekostet. Nahezu 1.000 Personen werden weiterhin vermisst, darunter mindestens 540 ausländische Staatsangehörige. Dies bestätigt die nepalesische Nationalbehörde für Katastrophenrisikomanagement (NDRRMA), die von 910 Vermissten ausgeht. Als wahrscheinliche Ursache gilt ein Gletscherabbruch, der die verheerende Flutwelle ausgelöst hat.

Internationale Vermisste

In Nepal und Tibet sind die Rettungseinsätze unverändert im Gange. Wie die nepalesische Polizei mitteilte, konnten bereits Hunderte Menschen geborgen werden – doch zahlreiche weitere, darunter Bürgerinnen und Bürger aus 30 Staaten, bleiben weiterhin unauffindbar. Zu den Vermissten zählen acht deutsche Staatsangehörige sowie 178 indische Staatsbürger.

Auch 90 US-Amerikaner werden noch gesucht; drei von ihnen konnten lebend gerettet werden. Die US-Regierung verfolgt die Lage mit großer Sorge. Präsident Donald Trump beschrieb das Ausmaß der Verwüstung mit den Worten, „starke, gut gebaute Gebäude“ seien weggespült worden, „als wären sie Zahnstocher“.

Ursache & Ausmaß

Als Auslöser der Katastrophe gilt nach Einschätzung von Wissenschaftlern der Abbruch von Gestein unter einem Gletscher. Infolgedessen schwollen die Flüsse in den Tälern massiv an und rissen gewaltige Wassermassen mit sich. An der Grenze zwischen China und Nepal hat sich dadurch ein Barriere-See gebildet, der nach Angaben des chinesischen Ministeriums für Wasserressourcen bereits rund 2 Millionen Kubikmeter Wasser enthält. Innerhalb der nächsten drei Tage könnte sich diese Menge um weitere 3 Millionen Kubikmeter erhöhen – die Behörden warnen vor einem hohen Risiko eines Dammbruchs.

Besonders schwer getroffen wurden die tibetische Präfektur Shigatse sowie der nepalesische Distrikt Nuwakot, wo Schlamm und Trümmer weiträumige Zerstörung hinterlassen haben. Die chinesischen Rettungsteams mussten ihre Einsätze zeitweise unterbrechen, da die anhaltende Flutgefahr weitere Aktionen vorübergehend unmöglich machte.

Die Lage bleibt angespannt, da ein weiteres Ansteigen der Wassermassen nicht ausgeschlossen werden kann.

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KO KOSMO-Redaktion
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