Sieben Tote allein in diesem Jahr – die Hochsaison der Wespen hat gerade erst begonnen.
Zwischen 2016 und 2025 kamen in Österreich 68 Menschen durch Stiche von Hornissen, Wespen oder Bienen ums Leben. Allein im laufenden Jahr 2026 wurden bereits sieben Todesfälle erfasst. Seinen Höhepunkt erreicht die Wespensaison erfahrungsgemäß im August sowie zu Beginn des Septembers – ein Zeitraum, in dem Allergiker besonders wachsam sein sollten.
Gefahr durch Insektenstiche
Allergische Reaktionen auf Insektengift können rasch lebensbedrohlich werden. In Österreich sind rund 300.000 Menschen gegen Insektengift allergisch – insbesondere gegen Stiche von Bienen und Wespen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit geht davon aus, dass in Österreich im Schnitt rund sieben Menschen pro Jahr an den Folgen eines Insektenstichs sterben. Erst kürzlich verlor ein 32-jähriger Mann in Oberösterreich nach einem Hornissenstich sein Leben.
Immuntherapie als Schutz
Allergologe Gunter Sturm, Leiter des Allergieambulatoriums Wien-Favoriten, macht deutlich, dass eine spezifische Immuntherapie gegen Insektengift einen Schutz von nahezu 100 Prozent bietet – und dass die Krankenkasse die Kosten dafür übernimmt. Das Therapieprogramm umfasst zunächst eine siebenwöchige Aufbauphase, gefolgt von einer mehrjährigen Erhaltungsphase. Notfallsets mit einem Adrenalin-Pen hingegen stellen lediglich eine kurzfristige Überbrückungsmaßnahme dar, keinen dauerhaften Schutz.
Vor allem im Spätsommer geht von Wespen eine erhöhte Gefahr aus. Sturm empfiehlt, bei Kontakt mit Wespen ruhig zu bleiben und keine hektischen Bewegungen zu machen, den Abstand zu Mülltonnen zu wahren und im Umgang mit Süßigkeiten oder süßen Getränken im Freien besondere Vorsicht walten zu lassen.
Wer Grünflächen betritt, sollte zudem festes Schuhwerk tragen.