Ein Neunjähriger, ein Gipfel auf fast 5.000 Metern – und ein Vater, der selbst den Everest kennt. Diese Besteigung schreibt Geschichte.
Der neunjährige Lelio Massimo di Roccasecca hat den Mont Blanc bezwungen und damit einen Eintrag in die Bergsteigergeschichte erzielt. Der Bub aus einer alteingesessenen römischen Adelsfamilie erreichte den 4.807 Meter hohen Gipfel der Alpen am 4. September 2023 – als jüngster Mensch, dem diese Besteigung je gelungen ist.
An seiner Seite stand sein Vater Valerio di Roccasecca, selbst ein erfahrener Alpinist, der im selben Jahr bereits den Mount Everest erfolgreich bestiegen hatte. Lelios bergsteigerische Karriere begann dabei nicht erst mit dem Mont Blanc: Bereits im Alter von fünf Jahren hatte er den Gran Sasso, den höchsten Gipfel des Apennin-Gebirges, erklommen.
Feier in der Hütte
Den Abschluss der erfolgreichen Besteigung feierten Vater und Sohn in der Goûter-Hütte, rund tausend Höhenmeter unterhalb des Gipfels. Dass Lelio eine außergewöhnliche Affinität zum Bergsteigen mitbringt, überrascht angesichts seiner Herkunft kaum – die Leidenschaft für die Berge scheint in dieser Familie tief verwurzelt zu sein.
Lelio, der von seinem Umfeld liebevoll „kleiner Prinz“ genannt wird, schildert seine Erlebnisse in der Höhe mit einer Unmittelbarkeit, die für sein Alter bemerkenswert ist: „Es ist unglaublich, diese Welt unter meinen Füßen zu sehen – die Berge von drei Ländern: Italien, Frankreich und der Schweiz.“ Sein Vater Valerio stellt klar, dass hinter der Unternehmung kein Streben nach Rekorden steckt: „Es geht uns nicht um den Rekord. Lelio liebt einfach die Berge.“