Zum Nationalfeiertag erinnert Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich, daran, wie brüchig Sicherheit und gesellschaftlicher Frieden sind. Unter Verweis auf Bilder von Ausschreitungen in Frankreich präsentiert sie Niederösterreich als Gegenmodell des Zusammenhalts.
„Was Österreich und Niederösterreich so lebens- und liebenswert macht, sind die Menschen“, sagt Mikl-Leitner und rückt dabei das Engagement in Vereinen sowie die Verantwortung in Einsatzorganisationen in den Vordergrund. Anlass der Wortmeldung ist ein Statement mit Glückwünschen zum Nationalfeiertag. Zugleich schlägt sie einen mahnenden Ton an: „Die Bilder der Gewalt aus Frankreich zeigen uns: Sicherheit und gesellschaftlicher Frieden sind keine Selbstverständlichkeit.„
Gewalt in Frankreich
Die Landeshauptfrau führt aus, dass aus „anfangs friedlichen Schülerprotesten“ in Europa Ausschreitungen geworden seien. Am Ende, so betont sie, müssten „jene bezahlen“, die „in der Früh aufstehen, arbeiten und Steuern zahlen“.
Niederösterreich zeichnet sie als „Gegenmodell“, als ein Land, in dem Zusammenhalt, Eigenverantwortung und Miteinander etwas gelten. Ihr Credo lautet: „Zusammenhalt stärken, Leistung anerkennen und gemeinsam bewahren, was unsere Heimat ausmacht.“ Zum Abschluss richtet sie Glückwünsche aus: „Ich wünsche allen einen schönen Nationalfeiertag.“
Die Aussagen fallen vor dem Hintergrund jüngster Bilder von Zusammenstößen in einzelnen Städten Frankreichs. Mikl-Leitner leitet daraus eine Warnung ab: Freiheit, Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt seien nicht gegeben, sondern müssten „jeden Tag aufs Neue gelebt und verteidigt“ werden.
Der Weg von Schülerprotesten hin zu teils gewaltsamen Auseinandersetzungen ist ein europäisches Thema. Von pauschalen Urteilen über „Europa“ sieht die Landeshauptfrau jedoch ab, sie bezieht sich konkret auf Frankreich.
Ehrenamt im Fokus
Den Schwerpunkt legt Mikl-Leitner auf die praktische Verantwortung im Alltag: Ehrenamt und Einsatzbereitschaft in Vereinen und Einsatzorganisationen tragen laut ihr den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das betrifft alle Bevölkerungsgruppen, auch Menschen mit BKS-Wurzeln in Niederösterreich.