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Terrorattacke

Messerangriff vor Botschaft in Serbien: Polizist erschießt Teenager

Messerangriff vor Botschaft in Serbien: Polizist erschießt Teenager
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Nachts fallen Schüsse vor der israelischen Botschaft in Belgrad. Der Angriff trifft Serbien wenige Tage nach der Wahl in einer heiklen Phase.

Vor der israelischen Botschaft in Belgrad hat ein Unbekannter einen Wachmann mit Messern angegriffen. Kurz nach Mitternacht wurde der Mann von einem Polizisten erschossen. Innenminister Ivica Dacic spricht von einem mutmaßlichen Terrorakt, die Alarmstufe wurde angehoben.

Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch unmittelbar vor dem Botschaftsgebäude. Der Unbekannte ging mit zwei Messern auf einen Wachmann los und wurde kurz darauf niedergeschossen. Ein Angehöriger der Gendarmerie erlitt dabei leichte Verletzungen.

Terrorverdacht

Dacic erklärte, die Polizei behandle die Tat als „Terroranschlag“. Nach seinen Angaben handelte es sich beim Angreifer um einen Minderjährigen, dessen Identität noch nicht geklärt sei.

Der Minister sagte: „Ein Minderjähriger hat unter ‚Allahu Akbar‘-Rufen einen Gendarmen angegriffen und mit zwei Messern attackiert.“ Der Beamte habe den Angreifer in „Notwehr“ „liquidiert“.

Laut Dacic hatten die Sicherheitsbehörden den Mann bereits zuvor überwacht. Er sei ein Anhänger der Gruppierung Islamischer Staat gewesen.

„Auf seinem Instagram-Account zeigte er die schwarze Flagge zur Unterstützung des Islamischen Staats“, so der Innenminister. Die Terrorgefahr wurde auf die höchste Stufe angehoben, an wichtigen Orten ist die Polizei nun verstärkt präsent.

Politischer Hintergrund

Der Angriff folgt nur wenige Tage auf die vorgezogene Parlamentswahl in Serbien am Sonntag. Dabei wurde der langjährig regierende frühere Präsident Aleksandar Vucic von einer Bewegung geschlagen, die von jungen Menschen angeführt wird.

Da die neue Regierung noch nicht gebildet ist, kontrollieren Vucic und seine Verbündeten weiterhin die Polizei. Auch in Israel wurde gewählt, und zwar am Dienstag. Laut Nachwahlbefragungen ging dort kein klarer Sieger hervor.

Bereits im Juni 2024 hatte ein Angreifer mit einer Armbrust vor der israelischen Botschaft in Belgrad einen serbischen Polizisten verletzt.

Der Täter wurde damals von einem Wachmann erschossen.

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KO KOSMO-Redaktion
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